(jwo/cze) – Minderheiten haben es in der Gamer-Szene schwer. Deshalb möchte der Amerikaner Matt Conn für homo-, bi- und transsexuelle Gamer eine friedliche Umgebung schaffen: die Spiele-Messe GaymerCon.

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GaymerCon
GaymerCon: GaymerCon wird erste Spiele-Messe speziell für Minderheiten. © Screenshot

Der typische Gamer ist männlich, weiß, heterosexuell und verbringt seine Freizeit im Keller. Doch Studien beweisen, dass es sich bei diesem Stereotyp um ein überholtes Klischee handelt: Geschlecht, Hautfarbe und sexuelle Orientierung spielen keine Rolle, wenn es um die Leidenschaft für Videospiele geht.

Doch Diskriminierung, Mobbing und sexuelle Belästigung sind in der Zocker-Szene keine Seltenheit. Outet man sich als Spieler bei Online-Games als weiblich oder homosexuell, wird man schnell Opfer von Anfeindungen. Gegen eine amerikanische Bloggerin, die Sexismus in der Szene kritisierte, wurde sogar eine Hasskampagne im Internet gestartet.

Dieser minderheitenfeindlichen Umgebung möchte Matt Conn etwas entgegensetzen und plant die erste Spiele-Messe mit Fokus auf homo-, bi- und transsexuelle Gamer - die GaymerCon. Willkommen sind aber nicht nur Minderheiten, sondern alle Zocker, die ihrer Leidenschaft in einer friedlichen und toleranten Umgebung nachgehen wollen.

Um Sponsoren zu finden, hat Conn das Projekt bei der Crowdfunding-Plattform Kickstarter eingestellt. Die angepeilte Zielsumme von 25.000 US-Dollar ist jedoch längst erreicht, und so steht der Verwirklichung der GaymerCon nichts mehr im Wege: Am 3. und 4. August 2013 wird die Messe in San Francisco stattfinden. Wer das Vorhaben unterstützen möchte, kann das noch bis zum 31. August diesen Jahres tun.

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