Seit 2020 ist der Porsche Taycan auf dem Markt. Voraussichtlich 2027 wechselt der Elektro-GT mit dem Start der zweiten Modellgeneration von der aktuellen J1-Plattform auf die neue VW-eigene Scalable Systems Platform (SSP), die für Porsche- und Rimac-Ansprüche auf "Sport" getrimmt wird. Auf halbem Weg dorthin steht für den Taycan aber noch 2024 eine große Modellpflege an. Erste Reichweiten-Testfahrten in den USA zeigen eine deutlich gesteigerte Reise-Distanz.

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Strategie des schnellen Reisens

Derzeit kommt der Taycan mit großer Batterie laut WLTP rund 500 Kilometer weit. In unserem Test schafft ein aktueller Taycan GTS auf der Elektrorunde 426 Kilometer mit einer Ladung. Auf einer Strecke zwischen Los Angeles und San Diego waren nun Facelift-Modelle unterwegs. Maximales Tempo 120 km/h, an Bord die große Performance Batterie Plus (93,4 kWh brutto / 83,7 kWh netto). Mit einer Ladung sind die Vorserienmodelle laut Porsche bis zu 587 Kilometer weit gekommen. An den 300-kW-Ladesäulen von Electrify America saugte sich der E-Sportwagen zudem in weniger als 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent SOC (State of Charge).

Die Verknüpfung von optimierter Ladeleistung und -zeit mit einer erhöhten Reichweite nennt Porsche die "Strategie des schnellen Reisens". Also hohe Real-Reichweiten gepaart mit möglichst kurzen Ladestopps. Abseits der gesteigerten Effizienz gibt es aber freilich auch Modifikationen am Erscheinungsbild des Taycan.

Aufgefrischte Front

Die Tarnung an den Prototypen zeigt, wo Änderungen zu erwarten sind. So bekommt der Taycan in beiden Karosserievarianten eine neu gezeichnete Frontschürze. Die prägen eine neue Spoilerlippe sowie eine neue Aufteilung der unteren Lufteinlässe. Verändern dürften sich auch die seitlichen Kiemen unter den Scheinwerfern. Diese kommen mit den neuen hochauflösenden HD-Matrix-Scheinwerfern mit je vier LED. Kern-Features sind die Fahrspuraufhellung, Bau- und Engstellenlicht sowie adaptives Autobahnfernlicht. Letzteres leuchtet auf einer Distanz von bis zu 600 Metern, wobei der Gegenverkehr nicht geblendet wird und die Bereiche daneben deutlich aufgehellt sind.

Bei der Seitenschwellerverkleidungen ist eine neue Kontur mit leichtem Schwung unterhalb der Beifahrertüren auszumachen. Am Heck werden Schürzen und Leuchten überarbeitet. Bereits erhaschte erste Einblicke ins Cockpit weisen darauf hin, dass es hier keine Änderungen gibt. Lediglich bei Ausstattungs-Details und Oberflächen dürfte es Änderungen geben, dazu kommt ein Software-Update für Infotainment- und Fahrerassistenzsysteme.

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1.000-PS-Taycan kommt

Unter dem Blechkleid ist keine Revolution zu erwarten, wenn man mal vom ebenfalls bereits erwischten 1.000-PS-Taycan absieht. Es bleibt bei den Akkus mit 79,2 und 93,4 kW Kapazität – mit viel Feintuning an und einer verbesserten Kühlung optimiert Porsche die Gesamteffizienz der Batterien für mehr Reichweite, auch die E-Motoren dürften mit etwas mehr Power ausgerüstet werden. Es bleibt bei den Karosserieformen Taycan, Taycan Sport Turismo und Cross Turismo mit den bekannten Ausstattungen als Taycan 4, Taycan 4S, GTS, Turbo und Turbo S. Wir erwarten, dass die Preise etwas ansteigen werden. Aktuell beginnt die Preisliste bei 88.399 Euro und reicht bis zum Taycan Turbo S Cross Turismo für über 191.000 Euro. Kommen dürfte der überarbeitete Porsche Taycan Anfang 2024.  © auto motor und sport

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