Porsche 917-037: Einzigartiger 600-PS-Werksrennwagen auf öffentlichen Straßen

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Bei einer Begegnung mit dem Porsche 917-037 müssen sich wohl selbst ausgemachte Autoenthusiasten und Sportwagenkenner verwundert die Augen reiben. Cluadio Roddaro hat einen fauchenden Le-Mans-Prototypen für den öffentlichen Straßenverkehr umgebaut. © 1&1 Mail & Media / CF

Trotzdem handelt es sich Porsche zufolge bei dem Exemplar, das der passionierte Autosammler erst 2016 kaufte, um den originalgetreuesten 917 weltweit.
Immerhin 95 Prozent des Sportwagens sind demnach unverändert. Hier und da musste er natürlich modifiziert werden, um die Straßenzulassung zu erhalten.
Bewegt wird die Flunder vornehmlich und wie selbstverständlich durch die teils engen monegassischen Straßen.
Das in der Fahrzeugmitte untergebrachte Aggregat greift auf 12-Zylinder in V-Bauweise sowie 4,9 Liter Hubraum zurück und schöpft daraus 600 PS.
Das kann inzwischen zwar beinahe jeder Supersportwagen ohne Weiteres toppen, an das Leistungsgewicht des 917-037 dürfte aber kaum einer von ihnen herankommen.
So bringt der ursprünglich bis ins Detail auf Performance getrimmte Le-Mans-Bolide gerade einmal 600 Kilo auf die Waage. Heraus kommen theoretische 1.000 PS pro Tonne.
Wer einen Blick in das geöffnete Heck des 917-037 wirft, erkennt sofort die kompromisslose Abgasanlage – und weiß, warum die Zuffenhausener Langstrecken-Legende sich schon von weit her mit markerschütterndem Klang ankündigt.
Da können selbst die Autoritäten nur staunen – und die dürften im Umfeld von Monaco schon so einiges gesehen haben.
In der gesamten Modellhistorie des Porsche 917 finden sich lediglich zwei Exemplare mit einer offiziellen Straßenzulassung.
Anders als seine erfolgreichen Brüder war der 917-037 übrigens nie auf der Hatz nach der besten Rundenzeit oder dem obersten Platz auf dem Podium.
Hintergrund: Das lange unfertige Chassis wurde erst Jahrzehnte nach Beginn seiner Produktion fertiggestellt.
Ein herkömmlicher Tacho war bei den ikonischen Porsche 917 seit jeher nicht ganz so wichtig.
Viel wichtiger war, dass die Piloten stets die Drehzahl des Herzstücks im Blick hatten.
Noch anschaulicher als der Porsche 917-037 stellt kaum ein anderer Rennwagen eine verstellbare Aerodynamik zur Schau.
"FOR RACING PURPOSES ONLY": Mit diesem Hinweis an den Flanken der Pneus nimmt es Roddaro offensichtlich nicht so genau.