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Land Rover überarbeitet den Defender und stellt dabei vor allem das Antriebsangebot um. Auch der Plug-in-Hybrid P400e mit Sechszylinder wird ersetzt – doch wodurch?

Rund vier Jahre hat der komplett modernisierte Defender bereits auf dem Buckel. Zeit für ein Facelift! Doch weil das optisch eher zurückhaltend ausfällt, nennt Land Rover die Überarbeitung schlicht "Upgrade". Für das neue Modelljahr gibt es neue komfort-steigernde Optionen, sogenannte Kapitäns-Sitze und bei einigen Antriebssträngen deutlich mehr Leistung. Die Briten sprechen bereits vom stärksten Dieselmotor, der je einen Defender angetrieben hat.

Gemeint ist der neue D350-Motor, der den D300 (Sechszylinder-Turbodiesel mit 300 PS) ersetzt. Wie der Name es vermuten lässt, bekommt der Dreiliter-Reihensechser ganze 50 Extra-PS spendiert. Auch beim Drehmoment gibt es einen Zuwachs auf 700 Newtonmeter (vorher 650 Nm). In einigen Märkten mit der Abgasnorm Euro 6e soll der D300 allerdings bleiben. Konkreter werden die Engländer hier noch nicht.

Verschwindet der Sechszylinder-Benziner?

Während sechs Zylinder auf der Dieselseite gesetzt sind, scheint der Benziner aus der eigenen Ingenium-Baureihe so langsam zu verschwinden. Der P400 und das Plug-in-Pendant P400e mit einer Systemleistung von 404 PS werden in den meisten Märkten durch den größeren Fünfliter-V8 samt Kompressoraufladung ersetzt. In Deutschland gibt es davon bereits eine Version mit 525 PS (P525).

Als Plug-in-Hybrid soll der Defender in Zukunft wohl auf einen kleineren Motor bauen – allerdings bleibt der kantige Koloss noch vom 1,5-Liter-Dreizylinder aus Range Rover Evoque und Land Rover Discovery Sport verschont. Stattdessen soll der Zweiliter-Motor die Hauptarbeit im Teilstromer verrichten. Immerhin bringt es der aufgeladene Vierzylinder im P300 auf 300 PS und 400 Newtonmeter.

Drei Sitzreihen für den 130er

Zu den wichtigsten Upgrades im Innenraum des 2024er Defender gehören die neuen Captain Chairs. Das Paket gibt es für den dreireihigen Defender 130, bei dem die mittlere Sitzbank gegen ein paar Einzelsessel ausgetauscht wird – mit dazwischenliegendem Zugang zu den hintersten drei Sitzen. Die Kapitänssessel sind beheizt und belüftet und bieten einfachen Zugang zu zwei Getränkehaltern in der Mitte.

Für das nächste Jahr ist auch eine neue "Sedona"-Ausstattung des 110er Defender angkündigt. Die trägt eine besondere rote Lackierung, ein schwarzes Ausstattungspaket und – das dann optional – einen Motorhaubenaufkleber, der das felsige Gelände der gleichnamigen Wüstenstadt in Arizona darstellt.

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Markenchef Mark Cameron fasst das Upgrade so zusammen: "Unsere Vision für den Defender ist es, das bereits hervorragende Fahrzeug kontinuierlich zu verbessern. Unsere Kunden haben jetzt mehr Auswahl als je zuvor. Und mit den neuen Captain Chairs im Defender 130 können jetzt bis zu sieben Personen sowohl bei epischen Abenteuern als auch bei lokalen Expeditionen bequemer reisen."  © auto motor und sport

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