2030 will Mini rein elektrisch sein. Erste Anzeichen dieses Vorhabens zeigen sich schon jetzt: Neue Modelle präsentiert die BMW-Tochter inzwischen immer zuerst in den elektrischen Versionen. Bereits im Herbst 2023 debütierten der neue Cooper E und SE (siehe Video) auf Basis einer gemeinsam mit dem chinesischen Joint-Venture-Partner Great Wall Motors entwickelten Plattform. Aber der Mini-Dreitürer kommt in seiner vierten Generation (wenn man den Ur-Mini in der Aufzählung ausblendet) auch noch als Verbrenner auf Basis der weiterentwickelten Mini-Plattform F5X NG (neue Generation).

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Video: Erster Check: Mini Cooper Electric und Mini Countryman Electric

Exterieur

Wie immer, wenn ein neuer Mini vorgestellt wird, halten sich die optischen Neuerungen in Grenzen. Wie üblich weisen die Scheinwerfer eine elliptische Form auf, tragen die Radläufe Kunststoffplanken und ragen Front- und Heckscheibe samt entsprechender, schwarz lackierter Säulen steil nach oben. Das Dach und die auf der Karosserieschulter aufgesetzten Außenspiegel zeigen sich farblich abgesetzt. Vier Dachfarben lassen sich mit allen Lackierungen kombinieren, während eine fünfte mit Farbverlaufseffekt nur für Minis mit "Favoured Trim" verfügbar ist.

Die größten Design-Unterschiede zum Vorgänger-Mini mit dem Werks-Code F54 zeigen sich am Heck. Die Leuchten sind nun sechs- statt viereckig und über eine Querspange miteinander verbunden. Die Heckklappe weist unten im äußeren Bereich Einzüge auf. Die 16 bis 18 Zoll großen sowie teils aerodynamisch optimierten Felgen weisen ebenfalls eine neue Gestaltung auf.

Die Unterschiede zu den Elektro-Varianten sind marginal. Sie zeigen sich vor allem vorn: Während die Elektro-Version mit geschlossener Front vorfährt und ein achteckiger Rahmen lediglich einen Kühlergrill suggeriert, präsentiert der Verbrenner-Mini tatsächlich Öffnungen ober- und innerhalb der Frontschürze. Diese zieht sich beim Cooper E und SE weiter nach oben, weshalb die Fronthaube viel weiter nördlich ansetzt als bei den Benzinern. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die "S"-Embleme, die beim Verbrenner Rot und beim Elektriker Gelb tragen, sowie die Türgriffe: Bügel beim Verbrenner, Klappgriffe beim E-Mini.

Interieur

Leder gibt es nicht mehr im Mini-Interieur; die Briten verwenden hier nur noch möglichst nachhaltige Textiloberflächen. Diese lassen sich über die optionalen "Experience Modes" mit ihren verschiedenen (Leucht-)Grafiken und differierender Sound-Gestaltung individualisieren. Das genaue Erscheinungsbild hängt vom zuvor gewählten Trim (Essential, Classic, Favoured und JCW) ab, der ebenfalls die Außenfarbe bestimmt. Ein Panorama-Glasdach soll das Raumgefühl verbessern. Der bei voller Bestuhlung 210 Liter große Kofferraum wächst beim Umklappen der Rücksitzlehnen, was im Verhältnis 60:40 möglich ist, auf 725 Liter.

Auch beim Kern-Mini mit Verbrennerantrieben behält die BMW-Tochter ihr neues Interieur-Konzept ohne klassisch hinter dem Lenkrad positionierte Instrumente bei. Für den Informationsaustausch zwischen Insassen und Auto ist allein der zentral im Armaturenbrett positionierte OLED-Touchscreen mit runder Form und 240 Millimeter Durchmesser verantwortlich. Darunter sitzt eine Leiste mit den wichtigsten Fahrfunktionen (Parkbremse, Gangwahlstufe, Start/Stopp-Drehschalter, "Experience Modes", Lautstärkeregler). Indem der Gangwahlschalter nach oben rückt, entsteht auf der Mittelkonsole Platz für eine Smartphone-Ladeschale.

Infotainment

Bei der Bedienung setzt Mini auf Touch-Befehle oder Sprachsteuerung. Die Ansprache "Hey Mini" aktiviert den "Intelligent Personal Assistant (IPA), der dann Navigation, Telefonie, Entertainment und weitere Fahrzeugfunktionen steuert. Ergänzt wird das Ganze per 3D-Visualisierung über einen eigenen Avatar oder den Mini-Charakter "Spike". Als Autoschlüssel dient das eigene Smartphone, auf dem sich mehrere Profile hinterlegen lassen.

Antriebe

Mini bietet seinen neuen Dreitürer vorerst mit zwei verschiedenen Verbrennungsmotoren an. Basismodell ist der Mini Cooper C mit 156 PS und maximal 230 Newtonmeter starkem Dreizylinder-Turbobenziner. Er beschleunigt in 7,7 Sekunden von null auf Hundert. Deutlich stärker und schneller ist der Mini Cooper S. Sein Motor weist einen zusätzlichen Brennraum auf, erreicht 204 PS und schickt maximal 300 Newtonmeter Richtung Vorderachse. Er beschleunigt in 6,6 Sekunden von null auf 100 km/h. Fahrwerk und Lenkung sollen Mini-typisch agil abgestimmt sein. Die später folgende John-Cooper-Works-Version mit Benzinmotor dürfte in Sachen Sportlichkeit in jeder Hinsicht draufsatteln.

Fahrassistenten

Nicht alle Fahrassistenten des neuen Mini Cooper C und S sind serienmäßig an Bord. Auf die neue "Safe Exit"-Funktion, die vor dem Aussteigen vor sich von hinten näherndem Verkehr warnt, trifft dies zu. Aber bereits die 3D-Visualisierung der Navigation samt Augmented-Reality-Elementen und das Head-up-Display mit kleiner Plexiglasscheibe kosten extra. Wer das Funktionspaket "Driving Assistant Plus" bucht, erhält kamera- und radarbasierte Assistenzfunktionen wie Unterstützung beim Lenken und Spurhalten sowie beim Befolgen der Geschwindigkeit und des gewünschten Abstands zum Vorausfahrenden. Neben zwölf Ultraschall- gibt es einen Radarsensor im Kühlergrill, den Mini als den kleinsten bezeichnet, der innerhalb der BMW Group bisher verwendet wurde.

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Marktstart und Preise

Die Preise starten bei 28.900 Euro für den neuen Mini Cooper C. Der Cooper S ist in seiner günstigsten Version ab 32.900 Euro erhältlich. Einen Fünftürer und einen Mini Clubman gibt es nicht mehr. An ihre Stelle tritt der neue Crossover Mini Aceman, der jedoch nur mit reinem Elektroantrieb erhältlich sein wird.  © auto motor und sport

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