Der Allrad-Antriebsstrang des EQE 500 ähnelt stark dem des EQS 580. Er nutzt die gleichen zwei Synchronmotoren mit permanenten Magneten, holt aus diesen aber 300 kW (408 PS) anstatt 385 kW (524 PS) wie der EQS. Wie überhaupt beide auf der gleichen, skalierbaren EVA2-Plattform aufbauen. "Wir haben den EQE aber fahrdynamischer und agiler ausgelegt", erklärt der Leiter der elektrischen Antriebe bei Mercedes, Christoph Starzynski, als wir auf der gewaltigen Testfläche des zugefrorenen Sees ankommen. Auf diesem traktionsarmen Untergrund – low µ (gesprochen mü), wie die Ingenieure sagen – bringen sie die Fahrdynamikregelung an ihre Grenzen. Wir beginnen mit dem normalen Anfahren auf Schnee. Klingt einfach, ist aber eine Mammutaufgabe für die Regelung, da mehr Schlupf als auf Asphalt, aber eben nicht zu viel Schlupf nötig ist. Verbrenner kämpfen oft mit einem steten Wechsel zwischen stark durchdrehenden und fast stehenden Rädern. Und wie sieht es mit den Kraftstoff- und Unterhaltskosten aus?

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Unser Testverbrauch

Mercedes gibt für den EQE 500 4Matic SUV einen WLTP-Verbrauch von 18,9 kWh auf 100 Kilometern an. Von diesem Wert entfernt er sich im Alltag. Wir haben einen Durchschnittsverbrauch von 30,1 kWh ermittelt, was Stromkosten von 15,95 Euro auf 100 Kilometern verursacht. Auf der Eco-Runde verbrauchte der Mercedes 22,6 kWh, während er sich auf der Pendler-Strecke 29,2 kWh genehmigte. Wurde der Mercedes sportlich bewegt, stieg der Verbrauch auf 41,9 kWh. auto motor und sport hat im Monat November 2022 einen Gesamtdurchschnittspreis pro kWh Ladestrom für die Nutzung eines E-Autos in Deutschland errechnet: 52,96 (gerundet 53) Cent.

Monatliche Unterhaltskosten

Wer so ressourcenschonend fährt wie wir auf unserer Eco-Runde, drückt die Stromkosten für 100 Kilometer auf 11,98 Euro. Die eher heftige Gangart resultiert in einer Summe von 22,21 Euro. Die Kfz-Steuer kostet für den Mercedes 0 Euro pro Jahr, die Haftpflicht-Versicherung beträgt 547 Euro. Teil- und Vollkasko schlagen mit zusätzlichen 313 beziehungsweise 1.243 Euro zu Buche. Monatliche Unterhaltskosten von 391 Euro zahlt, wer den Mercedes 15.000 Kilometer im Jahr fährt. Beträgt die Laufleistung das Doppelte, steigt die Summe auf 710 Euro. Den Wertverlust lassen wir in dieser Rechnung außen vor.

So wird getestet

So misst auto motor und sport den Stromverbrauch: 70 % Pendler-Verbrauch: mehrfach gefahrene Kurzstrecke von 21 km mit 70 % Stadt-, 30 % Überlandanteil. 15 % Eco-Verbrauch: ökonomisch gefahrenes Fahrprofil unter Nutzung der maximalen Reichweite mit Stadt-, Überland- und Autobahnanteil. Autobahntempo 130 km/h. 15 % Sportfahrer-Verbrauch: Konstantfahrt mit 80 % Vmax (maximal 160 km/h) plus Verbrauchsinformation aus einer Vergleichsfahrt, Landstraße und Autobahn.

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Die monatlichen Unterhaltskosten enthalten Wartung, Verschleißteilkosten und Kfz-Steuern bei einer angenommenen Jahresfahrleistung von 15.000 und 30.000 Kilometern ohne Wertverlust. Grundlage der Berechnung sind der Testverbrauch, eine dreijährige Haltedauer, Schadenfreiheitsklasse SF12 für Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung bei der Allianz inklusive Vergünstigungen für Garagenparker und die Beschränkung auf bestimmte Fahrer (nicht unter 21). SF12 beutet bei der Allianz einen Rabattsatz von 34 Prozent für die Haftpflicht und 28 Prozent für die Vollkasko.  © auto motor und sport

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