Honda feiert auf der CES 2024 die Premiere seiner neuen, für den globalen Markt konzipierten E-Auto-Reihe. Die neuen Elektromodelle werden ab 2026 zunächst auf dem nordamerikanischen Markt eingeführt und später dann weltweit angeboten. Um den Null-Emissions-Anspruch auch im Namen zu zeigen, wird das neue Label "Honda 0 Series" eingeführt. Die 0 steht aber auch für den Neustart vom sprichwörtlichen weißen Blatt Papier aus.

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Crossover-Limo als Top-Modell

Video: Im Video: Honda 0 Saloon

Zunächst planen die Japaner mit zwei Modellen. Das Concept Saloon tritt als langgestreckte Crossover-Limousine an. Die Nase duckt sich tief. Die Dachlinie läuft in einem Bogen von der Spitze bis zum hohen Heckabschluss. Auf einem bulligen Unterbau mit großen Rädern sitzt ein filigranes Greenhouse, das auf große Glasflächen setzt. Türen sind nicht zu erkennen. Das rundum mit LED-Lichtleisten eingefasste Kühlermaul scheint am Heck in gleicher Form mit roten Rücklichtleisten auf. Auf Innenraumbildern lassen sich vier Einzelsitze sowie ein extrem reduziertes Cockpit mit Yoke-Lenkrad und großen Bildschirmflächen ausmachen. Die Displays für die Fondpassagiere sind direkt in die Vordersitze eingearbeitet.

Van mit viel Platz

Video: Im Video: Honda 0 Space-Hub

Das Space-Hub-Konzept verfolgt den gleichen Design-Ansatz, setzt dabei aber auf eine deutlich höher verlaufende Dachlinie. Entsprechend macht der Space-Hub auf MPV oder Van. Zugang zum Innenraum gewähren hier vier seitliche Türen. Während die Kabine üppig verglast ist, zeigt sich der Heckbereich komplett verschlossen. Im Fond bilden zwei sich gegenüberstehende Zweierbänke das Reiseambiente unter einem riesigen Glasdach.

Effizienz als Trumpf

Beide Modelle sollen auf einer ultraflachen Skateboard-Plattform stehen. Das Thema Reichweite – angegeben werden rund 480 Kilometer – wollen die Japaner nicht über riesige Batterien, sondern über Effizienz und Leichtbau angehen; sie nennen jedoch keine weiteren Details. Dennoch sollen die Modelle der Honda 0 Series mit ausreichend elektrischer Performance aufwarten. Zum Paket sollen natürlich auch alle verfügbaren Assistenzsysteme sowie eine umfassende Konnektivität gehören. Für die Batterien verspricht Honda Ladezeiten von zehn bis 15 Minuten. Zudem soll deren Kapazität über zehn Jahre um maximal zehn Prozent sinken. Klingt nach Feststoffakkus, die von Honda allerdings nicht explizit genannt werden. In der Planung der Japaner sind diese Energiespeicher aber für die zweite Hälfte des Jahrzehnts vorgesehen.

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Honda wird CO2-neutral

Die Modelle der Honda 0 Series sind vor dem Hintergrund zu sehen, dass Honda den Rückstand zur Konkurrenz in Sachen E-Mobilität aufholen will, um bis 2050 komplett CO2-neutral zu wirtschaften. Angesichts dessen setzt Honda bis 2040 auf die vollständige Elektrifizierung des Antriebs und möchte nach 2039 weltweit nur noch Brennstoffzellenfahrzeuge und Elektroautos verkaufen. Die neue Honda 0 Series folgt auf den e:Ny1, den Honda seit diesem Jahr im Programm hat. Er ist aktuell Hondas einziges Fahrzeug mit E-Antrieb, denn der kompakte Honda e wurde 2023 nach vier Jahren ohne Nachfolger eingestellt.  © auto motor und sport

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