Das Modell kann über 7.000 Fahrzeuge aufnehmen und hat kürzlich seine Jungfernfahrt über sieben Tage absolviert. Gerüchte über den Bau eines eigenen Ro-Ro-Schiffs (Roll-on / Roll-off) für BYD gibt es bereits seit Jahren. Die erste Bestätigung erfolgte im Oktober 2023, als chinesische Medien über einen entsprechenden Auftrag berichteten. Nun hat die Explorer 1 ihren ersten Test-Törn in Yantai erfolgreich absolviert.

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BYD-Autotransporter mit Dual-Fuel-Antrieb

Das PCTC-Schiff (Pure Car and Truck Carrier) wurde von Guangzhou Shipbuilding International, einer Tochtergesellschaft der China State Shipbuilding Corporation in Nansha, Guangzhou, hergestellt. BYD hat acht Schiffe im Wert von umgerechnet rund 640 Millionen Euro in Auftrag gegeben, zwei weitere sind optional bestellbar.

Das Modell misst 199,9 Meter in der Länge und 38 Meter in der Breite, der Tiefgang beträgt neun Meter, und die Geschwindigkeit liegt bei 18,5 Knoten, was 34 km/h entspricht. Das Modell kann bis zu 7.700 Fahrzeuge aufnehmen und wird von einem Dual-Fuel-Antrieb betrieben, der Erdgas (LNG) und den klassischen Schiffsdiesel nutzt. Die genaue technische Spezifikation liegt noch nicht vor, aber an den Seiten der Explorer 1 steht groß der Schriftzug "LNG Powered".

Viele Autos finden Platz im BYD-RoRo

Das neue BYD-Auto-Transporterschiff scheint in Bezug auf die effiziente Platzausnutzung zu punkten. Normalerweise fassen Ro-Ro-Schiffe gleicher Dimension nur rund 6.000 Fahrzeuge. Die Investition in die Transporterschiffe geht Hand in Hand mit dem wachsenden Marktanteil des chinesischen Autobauers im Ausland. Allein im November 2023 erreichte BYD mit 30.629 Elektrofahrzeugen einen neuen Rekord bei den Automobilexporten. Hochgerechnet für das Jahr 2023 kommt BYD auf rund 206.000 Export-Einheiten – eine Vervierfachung im Vergleich zu 2022.

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Der Transport von Elektroautos stand nach dem Brand der Fremantle Highway in der Kritik, da Auto-Transporter nicht über erweiterte Sicherheitsvorkehrungen im Falle eines Brandes von E-Autos verfügen. Schlussendlich hat bei der Havarie nur ein Elektro-Auto, ein Mercedes EQE gebrannt. Im Februar 2022 sank die Felicity Ace mit knapp 4.000 des VW-Konzerns an Bord. Auch hier soll ein E-Auto Auslöser für den Brand gewesen sein.  © auto motor und sport

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