Einen M8 der Baureihe E31 gab es nur als Prototyp. Das stärkste Modell der 1989 präsentierten Baureihe hieß schlicht 850 CSi, erschien 1992 und blieb selten: 1.510 Exemplare baute BMW. Das mag auch am Preis gelegen haben: 180.000 Mark kostete das Coupé. Dafür bekamen die Käufer viel Technik in ziviler Verpackung.

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BMW 850 CSi mit 380 PS

Den 12-Zylinder-Saugmotor hatte die M GmbH auf 5,6 Liter Hubraum und 380 PS gebracht. Geänderte Steuerzeiten, erhöhte Verdichtung und Leichtbaukolben sind die wesentlichen Unterschiede des S70 zum M70, der mit 300 PS 750i und 850i antreibt. Motor und Hinterachsgetriebe erhielten einen Ölkühler, der Fahrer sechs Gänge zum Selbstschalten. Auf dem Schalthebel des Sechsgang-Getriebes prangen die M-Farben, auf der Motorabdeckung das M-Logo.

Aus dem Stand beschleunigt der 850 CSi in sechs Sekunden auf 100 km/h. In 20 Sekunden sind 200 km/h erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 250 km/h elektronisch abgeregelt. Außen machen kräftigere Schweller, M-Spiegel und Räder im Design des M5 einen kleinen Unterschied zum 850i.

AHK und EML

Eine mitlenkende Hinterachse mit dem verwirrenden Kürzel AHK (Aktive Hinterachs-Kinematik) lenkt je nach Fahrsituation bis zu 1,8 Grad ein und soll so in Kurven das relativ stämmige Gewicht von 1.865 Kilogramm kaschieren. Geradeaus geht der 850 CSi zumindest gefühlt besser, wenn der Fahrer den EML-Schalter in der Mittelkonsole auf S stellt: Das Gaspedal spricht dann mit einer steileren Kennlinie spontaner an. Die elektronische Motorleistungsregelung (EML) begrenzt außerdem die Drehzahl abhängig vom eingelegten Gang und regelt die Leerlaufdrehzahl adaptiv.

US-BMW 850 CSi bei RM Sotheby's

Das Auktionshaus RM Sotheby's versteigert Anfang März 2024 in Miami einen von 225 BMW 850 CSi, die als Neuwagen in die USA geliefert wurden. Das hellrot lackierte Exemplar aus dem Baujahr 1994 hat weniger als 19.500 Meilen (31.200 Kilometer) im LC-Display unter dem Tacho stehen.

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Die ersten zehn Jahre war das Coupé laut Beschreibung vermutlich in Kalifornien unterwegs, anschließend bis 2020 bei einem Besitzer in Pennsylvania. Dort bekam der BMW 2019 einen Service mit Ölwechsel, Bremsen und Kühler. Serviceunterlagen, Werkzeug und Betriebsanleitung gehören zum Auto. Auf 150.000 bis 200.000 US-Dollar, umgerechnet 140.000 bis 185.000 Euro, schätzt RM Sotheby's den zu erzielenden Preis.  © auto motor und sport

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