Madonna schockiert in Paris
Stattdessen griff sie Le Pen allerdings mit Worten an. "Was passiert, wenn Menschen Angst haben? Sie werden intolerant", sagte Madonna in Anspielung auf die 43-Jährige und deren Forderungen nach einer harten Ausländerpolitik. Ihre Absicht sei es, Toleranz zu fördern.
Zuvor hatte Madonna minutenlang die "alten Zeiten" in Frankreich gelobt. Als schwarze Künstler in den USA noch gar nicht öffentlich auftreten durften, seien sie in Frankreich bereits mit offenen Armen empfangen worden, sagte die Pop-Diva am Donnerstagabend. Heute stehe man allerdings vor schweren Zeiten. "Die Märkte brechen ein, in Griechenland haben die Leute nichts zu essen und überall auf der Welt leiden die Menschen und haben Angst", so Madonna. Deswegen fingen die Leute, an mit dem Finger aufeinander zu zeigen und sich gegenseitig die Schuld zuzuschieben.
"Ich weiß, dass ich eine gewisse Marine Le Pen sehr verärgert habe", ergänze Madonna. Eigentlich sei es aber gar nicht ihre Absicht, sich Feinde zu machen.
Bei den rund 2.700 Konzertbesuchern im traditionsreichen Pariser Olympia kamen die ausführlichen Einlassungen zum Thema unterschiedlich an. Während zahlreiche Konzertgäste begeistert Beifall klatschten, beschwerten sich andere über Madonnas minutenlange Rede. Zum Abschluss des Konzerts, das nach nur 45 Minuten abgebrochen wurde, hallten gellende Pfiffe und Buh-Rufe durch den Saal.
Der Konfrontation zwischen Madonna und Le Pen dauert mittlerweile seit Wochen an. Wegen des bei mehreren Konzerten gezeigten Hakenkreuzvideos erstatte die französische Rechtspopulistin jüngst sogar Anzeige. Sprecher Florian Philippot sprach von einer "sehr ernsten Beleidigung". "Wir können im Namen von Entertainment nicht alles akzeptieren", sagte er.
480 Meinungen zu "Madonna schockiert in Paris"
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landvogt2011
Samstag, 28.07.2012, 17:44 Uhr soll sich aufs singen konzentrieren, meinungsäusserungen dieser art kann man an anderen orten los werden. wenn ich ein haus bauen lasse und der zimmermann kommt auf die baustelle, erwarte ich dass er den dachstuhl gut richtet dafür bezahle ich ihn (eintrittskarte) -
Onkel01
Samstag, 28.07.2012, 17:37 Uhr Da kann man doch nur sagen: "Schuster bleib bei deinen Leisten!", oder was versteht die Frau von Politik? -
Oppositionsreserve
Samstag, 28.07.2012, 17:34 Uhr Zum Thema "Toleranz"; als normaler Bürger kann man nur bis zu einem gewissen Grad tolerant sein, weil man sonst sein Leben anderen angleichen muss. - Und das nicht unbedingt zum Vorteil... Beispiel: Ich kann einmal unter der Woche laute Musik in der Nacht bei einer Party nebenan tolerieren, aber wenn das jede Nacht passieren würde, wäre ich nicht mehr arbeitsfähig. - Die Folge davon wären Arbeitslosigkeit und eine Belastung des Sozialsystems, in das jeder brave Bürger einzahlt, um etwas Positives für die Gemeinschaft zu bekommen. Bei Menschen mit kulturell abnormem Verhalten hat jede Toleranz irgendwann ein Ende. - Egal, ob der Verursacher ein Ausländer oder Inländer ist. Wichtig ist zu wissen, was toleriert werden soll und wie lange! Bevor man als Außenstehender irgendwelche Forderungen an "die Toleranz" stellt, sollte man das Ganze konkretisieren und vor allem auch die Hintergründe von intolerantem Verhalten kennen. Was fordert Madonna eigentlich konkret? Hat sie das auch gesagt oder nur geschwafelt und mit billigen Feindbildern gehetzt?
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