Gefahr durch giftige Gase in Flugzeugen
Insgesamt seien 67 Fälle mit Öldämpfen im Flugzeug in den letzten drei Jahren amtlich erfasst worden. Die Dunkelziffer der Vorfälle liege aber erheblich höher. Das berichtet "Bild.de" unter Berufung auf eine Anfrage des tourismuspolitischen Sprechers der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen, Markus Tressel, bei der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU).
Neun der 67 Fälle wurden von der BFU als schwere Störungen klassifiziert. Das sind Fälle, bei denen Personal wegen der Kabinenluft ausgefallen ist oder Piloten Sauerstoffmasken ziehen mussten.
Grund sei, dass fast alle Flieger die Luft für den Flugzeuginnenraum an den Triebwerken abzapfen. Die dort benutzten Öle enthalten giftige Stoffe wie das Nervengift TCP. Verdampfen die erhitzten Treibwerksöle, können sie durch die Klimaanlage in die Atemluft gelangen. Kurzfristig sorgen sie für Kopfschmerzen, Übelkeit, Reizungen von Atemwegen oder Schleimhäuten und können auch Taubheitsgefühle in den Fingern hervorrufen. Gase, wie beispielsweise Ozon erhöhen das Krebsrisiko und andere Substanzen rufen im schlimmsten Fall Nervenerkrankungen hervor.
Tressel erklärte gegenüber "Bild.de": "Wenn Piloten aufgrund giftiger Gase in der Kabinenluft Sauerstoffmasken ziehen müssen, zeigt das, wie groß die Probleme mit der Luftqualität sind. Dass Passagiere darüber nicht aufgeklärt werden, ist ungeheuerlich. Die Bundesregierung muss nacharbeiten. Eine Gefährdung für die Flugsicherheit kann auch sie bei Störungen nicht ausschließen."
24 Meinungen zu "Gase vergiften Flugzeugluft "
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DeppDerKompany
Samstag, 14.07.2012, 10:50 Uhr Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein..... -
Boehm
Freitag, 13.07.2012, 11:44 Uhr Da hilft alles Gejammer nix... stellt endlich die verfluchten Chemtrails ein, die uns alle krank machen, dann kann auch wieder in ruhe geflogen werden...so einfach ist das! -
a18d12
Dienstag, 03.07.2012, 15:48 Uhr Ich finde das hier nicht lustig, eine Freundin von mir fliegt seit Jahren und ist seit fast eineinhalb Jahren nur noch bei Ärzten und tod krank..., ich bezweifle, das sie je wieder arbeiten kann, sie hat lange Wege vor sich, sogar vor Gericht ist sie schon gegangen, weil man ihre Erkrankung nicht richtig erkennt und abtut....., ich denke aber es hat damit was zu tun, wenn man 20zig Jahre im Flieger unterwegs ist..... Lustig ist das nicht....! Ganz und garnicht! Wir werden alle manipuliert und vergiftet, allein in Frankfurt, durch die vermehrten Flieger über die Wohngebiete, möchte ich nicht wissen, was wir da alles abbekommen und einatmen....., man müsste Flughäfen wirklich weit von Wohngebieten weg einsetzten....., dass macht alles nur noch krank...., ich unterstütze seit 10 Jahren die Fliegerei nicht mehr, bleibe zuhause oder fahr mit dem sparsamen Auto irgendwo hin...., aber diesen Skandal sollte man nicht fördern, man liest, sogar Passagiere müssten aufgeklärt werden? Tja....., die Welt ist wirklich verrückt...., der Mensch leidet immer mehr und die Profite steigen für Zocker, die den Hals nicht vollkriegen! -
pacoo
Mittwoch, 27.06.2012, 14:50 Uhr Die Kabinenluft wir nicht "in der Nähe der Triebwerke abgenommen", sondern stammt direkt aus dem Verdichter derselben - deswegen ist es auch nicht möglich, "den Lufteinlass an eine ungefährlichere Stelle zu verlegen". Keine Maschine hat einen separaten Kompressor für die Kabinenluft - viel zu schwer und störanfällig, und vor allem würde es an der Problematik nichts ändern. Gespart wird an den Filtersystemen, da liegt der Hund begraben... -
Pilot040
Mittwoch, 27.06.2012, 14:08 Uhr @Icey1403: Naja, das stimmt so ja nicht ganz. ;) Es ist schon so, dass da etwas passieren kann und auch wird! Abhängig ist das von der aktuellen Reiseflughöhe, dem dort herrschenden Außendruck und anderen atmosphärischen Parametern, wie stark sich ein Sog etc. auswirkt. Und natürlich auch bedingt von der Reisefluggeschwindigkeit. Ich bin selber aktiv ca. 2 Jahrzehnte lang geflogen, u.a. auch Druckkabinen-Flugzeuge (erfordert eine spezielle Berechtigung), bilde mir also ein, da zumindest etwas im Thema zu sein. ;) Eine Druckkabine wird üblicherweise auf etwa 8000 Fuß gefahren, was etwa einer Höhe von nur 2400 Metern entspricht. Davon ist man aber in Flight-Level 360 oder 380 weit entfernt... Es herrscht also ein enormer Druckunterschied, von der Temperatur mal ganz zu schweigen. Und da öffnet man nicht "mal eben so" ein Fenster oder lässt die Außenhaut einreißen. In Filmen wird das häufig völlig falsch dargestellt, und deshalb existiert da offensichtlich diese komische Meinung in der Öffentlichkeit. Da stehen Schauspieler mal eben in 12.000 Metern Höhe und 960 KM/h an offenen Türen - und es passiert nix weiter, als dass die Haare ein klein wenig flattern und es etwas pfeift. Das ist aber - gelinde gesagt - etwas unrealistisch. :) Nicht umsonst gibt es z.B. das Verfahen des "Emergency-Descent" (Notabstieg) bei explosiven Dekompressionen in Druckkabinen, was genau dieser Situation entspricht. Also die Frage ist, was schwachsinniger ist: Diese Filme oder meine Aussagen dazu. -
138fiend
Mittwoch, 27.06.2012, 12:56 Uhr Haha, da stimme ich "dermerowinger" und "Kaledis" komplett zu. Ich saß bisher wenn dann nur in Flugzeugen die nach dem Auftanken noch ein wenig gestunken haben, das wars aber auch wieder. Ging dann in der Luft wieder weg.
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