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12.08.2012, 13:06 Uhr

Hockey-Finale: Deutsches Siegtor war irregulär

(cze/rh/dpa) - Glück für die deutschen Hockey-Herren: Das entscheidende zweite Tor von Jan Philipp Rabente im Olympia-Finale gegen die Niederlande hätte eigentlich nicht zählen dürfen. Doch weder dem Gegner noch den Schiedsrichtern fiel auf, dass es beim 2:1 nicht mit rechten Dingen zuging.

Wir erinnern uns: In der 66. Minute scheiterte Rabente zunächst beim Versuch, das Siegtor zu erzielen. Nach seinem erfolglosen Versuch ging er links am Tor der Niederländer vorbei, lief um das Gehäuse herum und schlich sich rechts davon wieder aufs Spielfeld zurück. Prompt fiel ihm der Ball vor die Füße, den er nur noch einschieben musste - das 2:1 für Deutschland.

Bei aller Freude war diese Vorgehensweise allerdings irregulär. Regel 9.14 beim Feldhockey besagt nämlich: "Spieler dürfen nicht absichtlich das gegnerische Tor betreten oder hinter eines der beiden Tore laufen." Den Deutschen, sofern sie sich dieser Regel im Spiel überhaupt bewusst waren, war das in diesem Moment natürlich herzlich egal. Verwunderlich ist allerdings, dass weder die Niederländer Protest einlegten oder den Videobeweis forderten noch die Schiedsrichter den Regelverstoß ahndeten. Um die Goldmedaille müssen die Deutschen daher auch nicht bangen, da es sich um eine Tatsachenentscheidung handelte.

Bundestrainer Markus Weise, der durch den Sieg nach 2004 mit den Damen und 2008 mit den Herren bereits sein drittes Olympia-Gold holen konnte, war es laut "spox.com" ebenfalls "so was von egal"; schließlich habe es "bei diesem Turnier zahlreiche falsche Regelauslegungen gegeben". Und die Freude über den insgesamt vierten Olympia-Sieg deutscher Hockey-Herren konnte dieses Detail natürlich auch nicht schmälern.

Schon nach dem erlösenden Schlusspfiff hatten Müller und Co. nur noch einen Wunsch: Party! "Ich muss jetzt ganz schnell betäubende Mittel in mich reinschütten", kündigte Philipp Zeller an. "Mal sehen, ob die Tower Bridge noch steht", unkte Christopher Zeller. So wüst kam es dann zwar nicht, aber als das Team mit riesigem Anhang Punkt Mitternacht das Deutsche Haus enterte, wollte Kapitän Müller nur noch eines. "Was uns wirklich fehlt, ist 'ne Runde Bier für alle!"

Dies kam prompt - und nun erwiesen sich die Goldjungs wieder als Feierkönige. Fast alle waren in die plötzlich gar nicht so zahme deutsche Feiermeile gekommen, um dem Team die Ehre zu erweisen. Die Beach-Boys Julius Brink und Jonas Reckermann ebenso wie Turner Fabian Hambüchen. Selbst Bob-Legende André Lange gratulierte dem Team, das seine Sause später - gesitteter - auf der MS Deutschland fortsetzte.

Begehrtestes Zielobjekt für alkoholische Duschen aller Art war natürlich Doppel-Torschütze Rabente. Triefnass musste er immer wieder seine beiden Tore schildern: "Eigentlich ist Toreschießen gar nicht meine Hauptaufgabe. Dafür sind andere da. Ich stand einfach zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort." Bis zuletzt hatte der "Nobody" als Streichkandidat gegolten. Aber nicht für Bundestrainer Markus Weise. "Diesen Fehler habe ich nicht gemacht", sagte er grinsend.

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186 Meinungen zu "Deutsches Siegtor war irregulär"

  • Unwortfan
    Donnerstag, 16.08.2012, 09:44 Uhr
    Denkfehler - er kann mir ja keine PN schicken, weil er gesperrt ist...und wenn das sein heutiger Daumenhoch-Adlatus für ihn macht, outet er seinen 2. Nick
  • Unwortfan
    Donnerstag, 16.08.2012, 09:39 Uhr
    kalifStorch ist weg vom Fenster...na, jetzt bin ich aber mal auf meine PN's gespannt / (Sonnenbrille gegen Augenkrebs aufsetz und reinschau...)
  • Unwortfan
    Donnerstag, 16.08.2012, 09:34 Uhr
    ...hat sich erledigt, Danke!
  • Unwortfan
    Donnerstag, 16.08.2012, 09:33 Uhr
    OK, der eine post ist weg - aber das wird ein mühseliges Geschäft!
  • Unwortfan
    Donnerstag, 16.08.2012, 09:08 Uhr
    Bitte den seit heute morgen aktiven "kalifStorch" wegen Verwendung von Nazi-Parolen sofort sperren/löschen Danke
  • 1945
    Dienstag, 14.08.2012, 09:07 Uhr
    Soviel ich weiß, besagt die Regel ausdrücklich "vorsätzlich hinter dem Tor durchlaufen" sei verboten. Wer die Übertragung sah, erinnert sich, dass Rabente auf dem Weg zur Seitenlinie war, da er den Ball abgewehrt bei den Holländern glaubte. Als er sich seitlich drehte sah er spontan, dass der Ball von einem deutschen Spieler wieder zurück in den Kreis gekommen war und hechtete an den Pfosten... Nix mit "Vorsatz"... alles richtig, wie die Schiedsrichter entschieden haben... Nix "Fehlurteil"... Regel lesen!!!!!

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