Wo es einen roten Teppich gibt, da gibt es auch Geschmacklosigkeiten auf hohem Niveau. Bei der Vergabe der Emmys, dem bedeutendsten Fernsehpreis der USA, zum Beispiel werden Künstler für ihre Verdienste ausgezeichnet. Sich vernünftig anzuziehen müssen viele von ihnen aber erst noch lernen.

Einfach mal im Nachthemd zur Emmy-Verleihung kommen? Gaby Hoffmann ("Transparent") hat's getan - und landet so folgerichtig auf unserer Liste der "Outfits des Grauens".
Anna Chlumsky ("Veep") spielte einst die niedliche Vada in "My Girl". An ihrem Emmy-Outfit ist dagegen gar nichts niedlich. Der Stoff der riesigen Schleppe erinnert an eine schlimme Hautkrankheit, doch erst ...
... von vorne offenbart sich die ganze Gruseligkeit dieses Kleides. Wer hat Anna da nur beraten?
Alexandra Billings' ("Transparent", "How To Get Away With Murder") Kleid wirkt, als sei es aus den Sitzbezügen einen Nahverkehr-Busses zusammengenäht.
Knallfarbe, Bling-Bling, Riesenschleppe - Alice Aokis ("Steve Jobs") Kleid ist einfach zu viel von allem. Die Frisur Marke "zerrupftes Huhn" setzt dem ganzen die Krone auf.
Mode soll Spaß machen und darf gerne experimentell sein. Doch bei Sarah Hylands ("Modern Family") Aufzug passen Ober- und Unterteil einfach nicht zusammen.
Schwarz passt immer? Eigentlich schon. Doch schwarzer Sack passt leider nicht immer, schon gar nicht auf dem roten Teppich bei den Emmys. Hoffentlich legt sich Carol Kane ("Der Stadtneurotiker", "Unbreakable Kimmy Schmidt") bei der Kleiderauswahl künftig mehr ins Zeug.
Der Folklore-Stil ist einfach selten glamourös. Bester Beweis dafür ist dieses Kleid gewordene Sofa-Kissen von Nina Garcia - ihres Zeichens Modejournalistin und Kreativ-Direktorin beim Fashion-Magazin Marie Claire ...
Plus-Size-Model Ashley Graham muss sich für ihre Kurven nicht verstecken, hätte sich für die "MTV Video Music Awards" aber insgesamt etwas besser verhüllen dürfen. Diese Gruftie-Tischdecke geht nicht als angemessenes Kleid durch.
Auch Sängerin Nicki Minaj zeigt, was an ihr dran ist. Die ganzen Löcher in ihrem Kleid sind dann aber doch ein bisschen zu gewollt. Mehr wäre hier auch obenrum mehr gewesen.
Wenn Britney Spears bei einem Musik-Event zu den besser angezogenen Besucherinnen gehört, dann heißt das nichts Gutes. Oder lenkt nur der nackte Oberkörper ihres Begleiters zu sehr ab?
Beyonce hatte wohl den gleichen Wunsch wie Millionen kleiner Mädchen weltweit: Einmal als Eiskönigin Elsa ausgehen. Auf der nächsten Motto-Party von Töchterchen Blue Ivy wäre sie mit diesem Kleid der Knaller!
Der Mantel sieht aus, als hätte Jaden Smith ihn selbst designt. Ein echter Mode-Profi kann da seine Hände nicht im Spiel gehabt haben.
Rita Ora scheint sich im Datum geirrt zu haben. So wäre sie bei der Premieren-Feier eines "Rocky Horror Picture Show"-Remakes besser aufgehoben.
Kim Kardashian bietet das Übliche: Durchsichtig, figurbetont, zu eng und zu kurz. Wenn sie wirklich schocken wollte, müsste sie mal etwas langes, geschmackvolles anziehen.
Bei Sängerin Cassie beißen sich Haare, Handtasche und Hose. Da hätte sie mal genauer auf die Farbtöne schauen sollen. Dass sie vergessen hat, etwas unter der Jacke anzuziehen kann vor lauter Bling-Bling schon mal passieren.
Und dann war da noch Farrah Abraham, die es für eine gute Idee hielt, sich für die VMAs als Wonder Woman zu verkleiden. Warum sie das gemacht hat, weiß kein Mensch.
Die "Teen Choice Awards" wirken eigentlich wie ein Event, bei dem man Outfit-technisch nicht viel falsch machen kann. Leger, nicht zu aufgedonnert - und bloß nicht zu freizügig. Laura Maranos Einteiler hat mit dem Ausschnitt bis zum Bauchnabel und viel zu kurzen Hotpants gegen eine dieser Regeln ziemlich eindeutig verstoßen.
Auch Sängerin Tallia Storm hält nichts davon, sich zu bedecken, nur weil das eine Kinderveranstaltung ist. Das sieht mit diesem unvollständigen Kleiderpuzzle dann auch nicht sexy, sondern ziemlich billig aus.
Es muss ja gar nicht so zugeknöpft sein wie bei Gina Rodriguez, die sich den Kommunionsanzug ihres großen Bruders geschnappt hat.