Seit vielen Jahrhunderten wird Kurkuma als Heilpflanze eingesetzt. Wie erklären dir in diesem Beitrag, wie du Kurkuma anbauen, pflegen und verwenden kannst.

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Kurkuma, auch Safranwurz genannt, gehört zur Familie der Ingwergewächse. Ursprünglich wurde Kurkuma in China und Indien angebaut, wo es seit mehr als 5.000 Jahren zu Nahrungs- und Heilzwecken genutzt wird. In der ayurvedischen Ernährung kommt dem südasiatischen Gewürz eine große Bedeutung zu, allein deshalb, da es in fast jedem Currypulver steckt.

Standort und Boden: Wie Kurkuma gedeiht

Als Tropenpflanze benötigt der Kurkuma konstante Wärme, was sich in europäischen Breitengraden am besten in geschlossenen Räumen erreichen lässt. Generell kannst du die Safranwurz ganzjährig anpflanzen. Damit sie sich vermehrt, musst du die Wurzel der Pflanze teilen und neu einpflanzen. Erst dann wird sie stetig größer und kann langsam neue Triebe hervorbringen.

Bevor es so weit ist, brauchst du natürlich erst einmal ein Stück Kurkuma, das du in Asia-Läden, bei Gemüsehändler:innen oder auch auf dem Wochenmarkt kaufen kannst. Achte darauf, dass das Stück Kurkuma mindestens fünf Zentimeter lang ist, damit du es gut einpflanzen kannst. Gehe anschließend folgendermaßen vor:

  • Lege die Kurkuma-Wurzel an einen warmen Ort und warte ab, bis sie keimt. Währenddessen kannst du einen ausreichend großen Topf (etwa 30 x 20 Zentimeter) mit Erde befüllen und die Wurzel mit dem Trieb nach oben in die Erde stecken. Feuchte das Substrat leicht an. Damit die Luftfeuchtigkeit konstant bleibt, solltest du einen Glasdeckel über den Topf legen. Hebe diesen einmal pro Tag an, damit sich kein Schimmel bildet.
  • Anschließend gedeiht die Kurkuma-Pflanze am besten an einem halbschattigen Standort, gerne draußen auf dem Balkon oder auch im beheizten Wintergarten. Wichtig ist dabei, dass die Temperatur nicht unter Zimmertemperatur fällt. Deshalb ist es im normalen Garten auch im Sommer oft zu kalt, wenn die Temperaturen nachts sinken.
  • Nach dem Anpflanzen wird die Kurkuma-Pflanze recht schnell bis zu 80 Zentimeter groß. Falls du den Kurkuma nicht als langjährige Pflanze möchtest, kannst du sie nach neun Monaten abernten. Zu diesem Zeitpunkt ist das Rhizom gut gewachsen, die Blätter sind welk. Nun kannst du den Wurzelstock vorsichtig ausgraben und ihn entweder im Ganzen verwenden oder aber nur einen Teil davon wieder einpflanzen.

Diese gesundheitlichen Vorteile bringt dir Kurkuma

Aus gesundheitlicher Sicht bringt der Gelbe Ingwer eine Reihe von Vorteilen mit: Ihm wird eine entzündungshemmende und entgiftende Wirkungsweise nachgesagt. So soll Kurkuma die Entgiftung von Leber und Galle anregen und sogar beim Abnehmen helfen. Außerdem soll das im Kurkuma enthaltene Curcurmin freie Radikale binden, weshalb das Gewürz dem Alterungsprozess der Haut entgegenwirke. Die Behauptung, dass Kurkuma gegen Krebs helfen würde, ist indes laut Krebsinformationsdienst nicht ausreichend wissenschaftlich belegt.

So verwendest du Kurkuma richtig

Wie bereits erwähnt, gilt Kurkuma in gemahlener und getrockneter Form als Hauptzutat von Curry-Gewürzmischungen. Du musst die Kurkumawurzel übrigens nicht mahlen, sondern kannst sie auch kleinschneiden und beispielsweise Gemüsepfannen hinzufügen. Da Kurkuma eine schwer abwaschbare gelbliche Färbung hinterlässt, solltest du unbedingt Handschuhe tragen, wenn du in der Küche mit dem Gelben Ingwer hantierst. Falls du doch einmal Kurkuma-Flecken bemerkst, wirst du diese dank unserer Tipps schnell los.

Möchtest du Kurkuma mahlen, um Kurkuma-Pulver selber herzustellen, musst du die Wurzel erst trocknen. Das kannst du an der frischen Luft, im Backofen oder Dörrautomaten machen. Vor dem Trocknen solltest du allerdings die Schale von der Wurzel entfernen. Anschließend schneidest du sie in kleine Stücke. Wenn sich die Stücke nicht mehr biegen lassen, sondern durchbrechen, kannst du sie nun zermahlen. Zur Aufbewahrung solltest du es in luftdichten Gefäßen füllen und an einem trockenen lagern.

Wichtig: Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Kurkuma als Gewürz in seltenen Fällen allergische Reaktionen auslöst. Solltest du also zu den Menschen gehören, die auf manche Gewürzmittel empfindlich reagieren, empfehlen wir, Kurkuma vorsichtshalber lediglich in kleinen Mengen auf einmal zu essen. Eine zu hohe Dosierung kann Blähungen, Sodbrennen und andere Verdauungsbeschwerden hervorrufen.

Kurkumapflanze richtig pflegen

Deine Kurkumapflanze pflegst du richtig, indem du eine konstante Umgebungstemperatur gewährleistest. Diese sollte optimalerweise 18 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent betragen. Sofern die Temperatur unter 12 Grad fällt, sterben die Blätter ab. Gieße am besten mit kalkfreiem Wasser und beginne erst im Frühjahr oder Sommer mit dem Düngen, wenn die Pflanzenblätter langsam sprießen. Normalerweise musst du die Gewürzpflanze während der Aufzucht nicht schneiden, du kannst aber eingetrocknete Blätter regelmäßig entfernen.

Solltest du die Kurkumapflanze im Haus pflegen, dann achte auf einen möglichen Befall durch Spinnmilben. Du erkennst diesen daran, dass sich weiße Gespinste an den Blättern bilden. Möchtest du gegen die Spinnmilben vorgehen, dann lies hier weiter: Spinnmilben erkennen, bekämpfen und vorbeugen.

Tipp: Eine Kurkumapflanze kann überwintern. In dieser Zeit musst du allerdings auch für eine gleichbleibende Umgebungstemperatur sorgen und das Gewächs in lichtarmen Räumen, zum Beispiel einer Abstellkammer, aufbewahren. Im Winter braucht der Kurkuma übrigens weniger Wasser, bei zu starker Nässe faulen die Wurzeln.

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Überarbeitet von Lena Kirchner  © UTOPIA

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