Archäologie-Lügen: Wenn sich Sensationsfunde als Schwindeleien erweisen
Es ist nicht alles Gold was glänzt. Und es ist noch lange nicht alles ein echtes Relikt aus grauer Vorzeit, was bei Ausgrabungen von Archäologen ans Tageslicht befördert wird. Diese Sensationsfunde zumindest stellten sich als echt heraus - als echt falsch.
Der Piltdown-Mensch
Über Jahrzehnte galt der Fund eines Schädels im südenglischen Piltdown als die anthropologische Sensation schlechthin. Handelte es sich bei den knöchernen Überresten doch nicht um einen einfachen Totenschädel, sondern um den lange gesuchten "Missing Link" - das Verbindungsglied zwischen Affe und Mensch.
Erst 40 Jahre später stellte sich heraus, dass der angeblich 200.000 Jahre alte Kopf des "Earliest Englishman" nichts weiter als eine Fälschung war. Martin Hinton, von 1921 bis 1945 Kurator des Londoner Naturhistorischen Museums, hatte einen menschlichen Schädel aus dem Mittelalter mit dem Kiefer eines Orang-Utans sowie mit Schimpansen-Zähnen bestückt und seine "Schöpfung" anschließend in einer Kiesgrube verbuddelt. Hinton wollte damit seinen Kollegen, den Paläontologen Arthur Smith Woodward, der den "Missing Link" auch tatsächlich fand, in aller Öffentlichkeit blamieren.
Der Jesus-Beweis
Hat Jesus von Nazareth wirklich gelebt? Den ersten physischen Beweis für die Existenz von Jesus Christus glaubte man 2001 gefunden zu haben. Der Sammler Oded Golan aus Tel Aviv präsentierte der staunenden Öffentlichkeit einen steinernen Knochenkasten (Ossuarium), der mit der Aufschrift "Jakob, Sohn des Josef, Bruder des Jesus" versehen war.
Untersuchungen des Fundstücks brachten im Jahr darauf jedoch die Wahrheit ans Tageslicht: Der Steinkasten ist tatsächlich echt und auch etwa 2.000 Jahre alt - die Inschrift aber wurde in moderner Zeit eingeritzt.
Die Christen dürfte der ganze Trubel ohnehin kalt gelassen haben. Schließlich beruht ihre Glaubenslehre auf Wissen durch Glauben und nicht etwa auf Glauben durch Wissen.
Die aztekischen Kristallschädel
Da waren es nur noch elf ... Was ranken sich nicht alles für Geschichten um die zwölf weltweit existierenden Kristallschädel. Selbst Hollywood war von den angeblich aztekischen Artefakten so fasziniert, dass man "Indiana Jones" 2008 im Kino auf die Suche nach den kristallenen Totenköpfen schickte, um die Menschheit zu retten. Einer Legende zufolge soll nämlich durch das Zusammenbringen aller zwölf Schädel mit einem noch verschollenen 13. Totenkopf am 21. Dezember 2012 - dem letzten Tag des Maya-Kalenders - die Welt vor dem Untergang bewahrt werden.
Wie es aussieht, müssen bis dahin aber wohl noch zwei Schädel aufgespürt werden. Wissenschaftler fanden 2008 nämlich heraus, dass der im Pariser Museum "Quai Branly" ausgestellte Kristall-Kopf statt 500 Jahre gerade mal gute 120 Jahre auf dem Buckel hat und nicht etwa aus dem entfernten Mexiko, sondern aus einer Edelsteinschmiede in Idar-Oberstein stammt.
Der Riese von Cardiff
1869 stießen Arbeiter bei Ausgrabungen für einen Brunnen auf dem Bauernhof von William Newell im US-Bundesstaat New York auf eine mysteriöse, riesenhafte Figur. Hatten die Männer mit dem drei Meter großen Steinmenschen etwa einen Beweis für die in grauer Vorzeit lebenden Giganten gefunden, von denen schon die Bibel berichtete? Die Dorfbewohner jedenfalls waren fest davon überzeugt und zahlten Newell und seinem Verwandten George Hull bereitwillig 50 Cent Eintritt, um den "Riesen von Cardiff" zu Gesicht zu bekommen.
Archäologen entlarvten den Sensationsfund jedoch bald als dreiste Fälschung. Hull hatte den versteinerten Riesen bei einem Steinmetz in Iowa in Auftrag gegeben und ihn ein Jahr zuvor zusammen mit Newell auf dessen Farm vergraben.
Der Sensationsgier der Leute tat das jedoch keinen Abbruch: Noch Jahre später strömten Menschenmassen zu einem Konsortium in Syracuse, an das Hull und Newell den Koloss für stolze 37.000 US-Dollar verkauft hatten, um den Riesen zu sehen.
Der Geheimbund "Prieuré de Sion"
Die "Prieuré de Sion" (Bruderschaft vom Berg Zion), der innere Zirkel des Templerordens, gilt als eine der ältesten und einflussreichsten Geheimgesellschaften der westlichen Welt. Victor Hugo, Isaac Newton und auch Leonardo da Vinci sollen Mitglieder der Loge gewesen sein, deren Aufgabe es angeblich ist, den wohl größten Schatz der Menschheit zu schützen: Den Heiligen Gral, ein leiblicher Nachfahre Jesus von Nazareths.
Das brisante Material, geheime Schriftstücke der Zion-Bruderschaft, in der die Identität des leiblichen Nachkommens von Jesus und Maria Magdalena preisgegeben wird, hatte ein Dorfpfarrer aus dem französischen Rennes-le-Château Mitte der 1960er-Jahre in einem Versteck in einer Kirche gefunden.
20 Jahre später stellte sich jedoch heraus: Alles nur ein riesengroßer Bluff, den sagenumwobenen Geheimbund hat es tatsächlich nie gegeben! Plantard, ein polizeibekannter Fälscher und Betrüger, hatte die Dossiers, nach denen er selbst der leibliche Nachkomme Jesus' war, zusammen mit einem Freund angefertigt.
Nichtsdestotrotz hält sich der Glaube an die Existenz der "Bruderschaft vom Berg Zion" besonders unter Verschwörungstheoretikern bis heute hartnäckig.
44 Meinungen zu "Dreiste Archäologie-Lügen"
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Sainadin
Mittwoch, 19.09.2012, 12:24 Uhr Hinter der Evolutionstheorie steckt die Motivation die Existenz des Schöpfers und die Schöpfung in Frage zu stellen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass diese Motivation den Anhänger der Evolutionslehre sie dazu treibt Lügen zu verbreiten und Trotzdem in den Schulen als bewiesen zu Unterrichten. Schließlich muss jeder das beweisen was er behauptet. Und wer behauptet, dass durch Zufall aus Toter Materie von alleine Leben entstanden ist, muss es auf Basis der Realität beweisen und nicht irgendwelche Theorien aufstellen. -
sheepofdoom
Montag, 11.06.2012, 12:58 Uhr 1. Evolutionstherie ist nicht gleich Dawinismus. 2. Die Evolutionstheorie befasst sich mit der Entwicklung von Spezies über lange Zeiträume und ist in diesem Bereich die einzige Theorie die NIE wiederlegt werden konnte. Sie ist damit die beste wissenschaftliche Methode die wir im Bereich Entstehung der Arten haben. 3. Die Evolutionstheorie befasst sich nicht damit wie das Leben an sich entstanden ist, wie das Universum entstanden ist oder sonst irgent etwas außerhalb der des Rahmens Veränderung von Lebewesen von Generation zu Generation. 4. Wenn die angeblich ernsthaften Wissenschaftler mit ihre Ergebnisse nach der wissenschftlichen Methodik erhalten, ihre Arbeiten einer Peer-Review unterziehen lassen und dann tatsächlich die Evolutiontheorie wiederlegen könne, wird dies ganz schnell fallen gelassen und die neue Theorie als Standart akzeptiert werden. Ist bisher aber nicht passiert. Warum frage ich mich da. (Verschwörungstheorien sind hier als Antwort unzulässig) 5."und sie konnten nie durch Veränderung der Umweltbedingungen Lebewesen mit neuen biologischen Eigenschaften hervorbringen..." Das stimmt so nicht, ist mit Bakterien getan worden. Prüfen Sie ihre Quellen. Zum Artikel selbst: Der Titel heißt ja "Dreiste Archäologie-Lügen" und nicht "Dreiste Lügen von Archäologen" und ist somit wohl legetim um uns herzulocken damit wir es lesen. Der Artikel ist wie immer kurz und unvollständig. Es gibt zu den genanten Beispielen sicher noch viel mehr zu schreiben (z.B. zum Piltdown-Menschen). Hinzu kommen noch eine ganze Reihe weiterer, fazinierender Fälschungsversuche in der Geschichte und sicher noch einige die noch gar nicht als solche entlarft wurden. -
SirRodney
Sonntag, 01.04.2012, 08:06 Uhr Diese Sache mit der "Prieur de Sion" und Plantard... Daraus, daß da einer Unterlagen für eine Geheimgesellschaft gefälscht hat, zu schließen daß es sie nicht gibt, ist nicht so arg zwingend. Immerhin kann man sich hinter so etwas ja toll verstecken. Der Betrug wird aufgedeckt, also gibt es sie nicht... Und man kann in Ruhe weitermachen. -
kuroihono
Mittwoch, 15.02.2012, 15:43 Uhr Was hier viele nicht zu beachten scheinen, ist, dass es sich hierbei um Hochstapler handelte! Dies heißt jedoch nicht, dass es nicht auch ernsthafte und glaubwürdige Archäologen und Wissenschaftler gibt! Solche Hochstapler gibt es sicher nicht nur unter Wissenschaftler sondern auch unter Christen oder religiösen Menschen. Deshalb sollte man sich nicht nur auf eine Sichtweise beschränken, also nur Christen sind Betrüger oder nur Archäologen sind Betrüger. -
walze1
Freitag, 03.02.2012, 14:02 Uhr Nicht zu vergessen die Ötzi-Lüge. Hauptsache man hat etwas zum Leute verdummen und kann damit Geld verdienen. Die Wahrheit bleibt auf der Strecke. Viele Lügen ob von Archäologen oder nicht werden wohl hoffentlich noch aufgedeckt. -
jawe70
Donnerstag, 02.02.2012, 08:31 Uhr Wenne es gar so dunkel in deinem Leben,sieh doch erst einmal nach, ob es nicht am Ende daher kommt, dass alle Deinen Fensterläden zu sind...Johannes Kepler Alles ist möglich!!! -
Fink20
Donnerstag, 02.02.2012, 07:41 Uhr @Harka Sie haben sich reinlegen lassen. Wenn es bei den Kritikern des Darwinismus tatsächlich nur um Sektierer handeln würde, brauchte keiner sie beachten. Das Problem für die Kämpfer der evolutionistischen Weltanschaung sind ernsthafte Wissenschaftler, die sehr gute Gründe haben, und unterschiedliche Schulen angehören. Es darf einfach nicht darüber diskutiert werden, dass Forschungsergebnisse aus den letzten Jahrzehnten nicht mit dem Denkschemata des Darwinismus zusamenpassen.
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