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Coronavirus: Symptome, Verlauf, Tipps

Von Lena Vanessa Müssig

Einleitung

Das Coronavirus hält die Welt in Atem. Doch noch immer herrscht Unsicherheit im Umgang mit COVID-19. Welche Symptome gibt es, wie sieht der klassische Verlauf der Erkrankung aus und wie verlaufen der Test sowie die Behandlung bei positiv auf SARS-CoV2 getesteten Personen? Eine Zusammenfassung.

COVID-19: Was sind die Symptome?

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann sich durch grippeähnliche Symptome wie Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen, trockenen Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit äußern. Auch Halskratzen, Atemprobleme, Durchfall und Kopfschmerzen können auftreten. Der Verlauf der Erkrankung reicht von mild bis schwer bis zu einem tödlichen Ausgang.

Die durchschnittliche Inkubationszeit liegt nach derzeitigen Erkenntnissen laut Informationen des Robert-Koch-Instituts zwischen 5 bis 6 Tagen. Bis erste Krankheitszeichen auftreten, vergehen meist 1 bis 14 Tage.

Auch konnte SARS-CoV-2 bereits bei Menschen nachgewiesen werden, die keine Symptome zeigten. Mitunter können keine Symptome auftreten. Deshalb ist besondere Achtsamkeit gefragt: gibt es Fälle im Bekanntenkreis oder viele Erkrankungen in der Umgebung?

Coronavirus-Symptome: So gehen Sie vor

Wer Kontakt mit einer COVID-19-infizierten Person hatte sollte umgehend folgende Schritte einleiten:

  • Das zuständige Gesundheitsamt, einen Arzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 kontaktieren. Nicht persönlich vorstellig werden.
  • Die Beratungsstelle für Gehörlose und Hörgeschädigte kann per Fax oder Email erreicht werden: 030 / 340 60 66 07, info.deaf@bmg.bund.de info.gehoerlos@bmg.bund.de.
  • Nach Rückkehr aus einem Risikogebiet unnötige Kontakte meiden, wenn möglich zu Hause bleiben. Telefonische Beratung einholen.
  • Treten innerhalb von 14 Tagen nach einer Reise Symptome auf, ebenfalls eine der genannten Stellen kontaktieren und erst nach telefonischer Absprache einen Arzt konsultieren.
  • Weitere Hotlines finden Sie auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums.

Bei leichten Atemwegserkrankungen oder Symptomen bitte ebenfalls telefonisch einen Arzt kontaktieren. Seit dem 25. März 2020 dürfen Ärzte Patienten nach telefonischer Rücksprache für vierzehn Tage eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit (AU) ausstellen. Diese Regelung gilt zunächst für vier Wochen.

So wird getestet

Um das Coronavirus nachzuweisen, empfiehlt das Robert-Koch-Institut Abstriche der oberen und unteren Atemwegen, also aus Nase und Rachen sowie Hustenauswurf. Einen Schnelltest gibt es noch nicht. Proben werden in Laboren untersucht. Die Labordiagnostik wird durch den behandelnden Arzt oder die Klinik veranlasst. Die Probenentnahme kann an verschiedenen Orten erfolgen:

  • in extra eingerichteten Zentren, etwa in Krankenhäusern;
  • in einigen Kommunen zu Hause beim Patienten.

Da die "Corona-Drive-ins" und Untersuchungspunkte zurzeit stark frequentiert werden, bitte nur in berechtigten Verdachtsfällen aufsuchen. Gehören Sie nicht zu einer Risikogruppe (siehe unten im Text) mit Vorerkrankungen, bewahren Sie Ruhe und bleiben Sie möglichst ohne unnötige Sozialkontakte zu Hause. Klären Sie die nächsten Schritte telefonisch ab.

Test negativ – was nun?

Sollte der Coronavirus-Test negativ ausfallen, wird die häusliche Quarantäne in der Regel aufgehoben. Mediziner aus Wuhan berichten jedoch, dass auch Personen, bei denen SARS-CoV2 nicht nachgewiesen werden konnte, ansteckend sein können.

Dies ist möglich, weil das Virus vom Mundraum in den Verdauungstrakt wandern kann und dann über Fäkalien oder als Schmierinfektion weitergegeben werden kann.

Wer negativ getestet wurde, sollte die geltenden Vorsichts- und Schutzmaßnahmen weiterhin strikt einhalten:

  • Nies- und Hust-Etiquette einhalten: in die Ellenbeuge oder in ein Einmaltaschentuch niesen und sicher entsorgen;
  • Zu Niesenden und Hustenden oder zu Menschen mit Fieber besonderen Abstand halten;
  • Hände gründlich und für etwa 30 Sekunden lang waschen;
  • nicht ins Gesicht fassen – auch nicht in die Augen oder an die Schleimhäute;
  • Menschenansammlungen meiden, vor allem in geschlossenen Räumen;
  • nicht notwendige Sozialkontakte einschränken;
  • Begrüßungsrituale wie Händeschütteln oder Umarmen höflich ablehnen;
  • auf öffentliche Verkehrsmittel wenn möglich verzichten.
Test positiv – wie geht es weiter?

Wird COVID-19 labordiagnostisch nachgewiesen, wird symptomatisch behandelt – je nach Schwere des Krankheitsverlaufs. Eine einheitliche und spezifische Behandlung ist derzeit nicht möglich, da noch keine entsprechenden Medikamente zur Verfügung stehen. Je nach Gesundheitszustand werden Infizierte in häuslicher Quarantäne oder in stationärer Unterbringung behandelt.

Da SARS-CoV2 hauptsächlich über Tröpfcheninfektion – also Husten oder Niesen – übertragen wird, ist die Isolation von Erkrankten zum Bruch der Infektionskette besonders wichtig. Je nach Verlauf der Erkrankung, kann die Gabe von Flüssigkeit, Sauerstoff oder fiebersenkenden Mittel erfolgen. Bei bakteriellen Sekundärerkrankungen können auch Antibiotika verschrieben werden.

Die Wirksamkeit von verschiedenen Medikamenten wird derzeit erprobt. Dazu zählen auch antivirale Medikamente, die bereits für die Behandlung von HIV oder Ebola eingesetzt werden.

Besonders für ältere Patienten oder Menschen mit Vorerkrankungen stellt das Coronavirus SARS-CoV2 mitunter eine lebensbedrohliche Infektion dar. Zur Risikogruppe zählen:

  • Menschen ab 50 Jahren. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf;
  • Menschen mit Grunderkrankungen wie Diabetes, Herzkreislauf-, Nieren- oder Lebererkrankungen, Krebs oder Erkrankungen der Lunge;
  • Menschen mit mehreren Grunderkrankungen. Diese Gruppe ist besonders gefährdet;
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem, etwa durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten oder durch bestehende Erkrankungen.

Nach aktuellem Stand zählen Schwangere übrigens nicht zu einer besonders gefährdeten Gruppe, sofern sie keine Grunderkrankungen haben. Auch Kinder scheinen nicht zu einem schweren Krankheitsverlauf zu tendieren.

Da Kleinkinder die Schutzmaßnahmen wie gründliches Händewaschen nicht umsetzen können, ist die Ansteckungsgefahr aber auch die Weitergabe von COVID-19 durch Kinder groß.

Das Bundesgesundheitsministerium und das Robert-Koch-Institut informieren regelmäßig über die neuesten Erkenntnisse zum Stand der Coronavirus-Pandemie.

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