Für Ihre Sicherheit: Weiter im Kampf gegen Spam!

Unglaubwürdige Themen treffen auf kuriose Rechtschreibung: Viele von uns erkennen schnell, wenn eine E-Mail nicht "echt" ist. Aber was ist, wenn diese Nachricht auf den ersten Blick scheinbar von der eigenen Hausbank stammt? Manchmal ist es dann doch gar nicht so einfach...
Erinnern Sie sich? Vor einigen Wochen haben wir Sie gefragt, woran Sie Spam erkennen und wie häufig Sie "Phishing"-Mails erhalten. Dabei haben wir sehr viel Feedback von Ihnen erhalten, für das wir uns zunächst herzlich bedanken möchten.

Es gab allerdings auch ein paar Unklarheiten und daher möchten wir heute die Gelegenheit nutzen, um bei einigen Aspekten ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen. Diese Erklärungen helfen Ihnen dabei, das Thema Spam besser zu verstehen und uns so bei unserer neuen Offensive gegen Spam aktiv zu unterstützen.

1. Ist Spam Definitionssache?

Auf keinen Fall – nicht alles Unerwünschte ist gleichzeitig Spam! Spam kennzeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass er unverlangt erhalten wird.

Wenn Sie also z. B. einen Uhren-Newsletter irgendwann einmal bestellt haben, aber nun keine Uhren mehr mögen, dann wird der Newsletter deswegen trotzdem nicht automatisch zur Spam-Nachricht. Denn: Sie haben dem Versender ja irgendwann mal mitgeteilt, dass Sie seine Informationen lesen möchten. Und woher soll er wissen, dass Sie zwischenzeitlich das Interesse verloren haben?

Unser Tipp daher immer: Unerwünschte Newsletter auf jeden Fall abbestellen und nicht als "Spam" markieren, denn das schont a) Ihre Nerven und b) Ihr Postfach! Und unsere Spam-Filter schont das übrigens auch, denn alles, was von Nutzern fälschlicherweise als "Spam" klassifiziert wird, muss natürlich im Hintergrund trotzdem geprüft werden.

2. Welche Mails sind gefährlich?

In Ihrem Feedback zur letzten Umfrage haben Sie uns außerdem mitgeteilt, dass es ist für den Laien zwar leicht erkennbar ist, welche E-Mails nicht "echt" sind, aber manchmal ist es gar nicht so einfach zu beurteilen, welche Mails gefährlich sind und welche nicht – was wir gut verstehen können! Und zu Ihrer eigenen Sicherheit empfehlen wir Ihnen daher: Machen Sie idealerweise so wenig wie möglich mit E-Mails, die Ihnen verdächtig vorkommen…
 
  • Nichts anklicken! Falls sie sich bei einer E-Mail nicht sicher sind, geben Sie URLs lieber manuell in den Browser ein statt sie anzuklicken. Falls Sie laut einer Mail Einstellungen in einem Kundenkonto bei z. B. PayPal anpassen sollen: Öffnen Sie das PayPal Kundenkonto ebenfalls separat im Browser, ohne auf die Mail zu klicken.
  • Falls Sie doch versehentlich einen Link angeklickt haben: Geben Sie bloß keine persönlichen Daten auf der verlinkten Seite ein. Denn die Seite könnte einfach nur ein guter Nachbau eines Ihnen bekannten Anbieters sein!
  • Auch wichtig: Nicht antworten! Denn dann wissen die Spammer, dass sie einen "echten" Menschen vor sich haben und somit ein potenzielles Opfer. Dann erhalten Sie erst recht weitere Spam-Mails.
  • Markieren Sie die E-Mail bewusst als "Spam" – denn dann übernehmen wir für Sie ganz einfach die Prüfung der E-Mail! Und noch ein Tipp: Wenn Sie in den Einstellungen unter "Spam-Einstellungen" die "Verbesserte Spam-Erkennung nicht erwünschter E-Mails" aktiviert haben, können die Spam-Mails noch detaillierter analysiert werden!
Über die Einstellungen und den Menüpunkt "Sicherheit" > "Spam-Erkennung" können Sie die verbesserte Spam-Erkennung aktivieren.
Über die Einstellungen und den Menüpunkt "Sicherheit" > "Spam-Erkennung" können Sie die verbesserte Spam-Erkennung aktivieren.

3. Blacklist gut, alles gut?

Viele Leser haben uns geschrieben, dass sie die persönliche Sperrliste im Postfach, die "Blacklist" nutzen, um Spam automatisch in den "Spamverdacht" zu schieben. Klingt einfach, aber ist das in Bezug auf Spam auch ausreichend?

Leider nein.

Denn Spam-Kampagnen kommen oft nicht von derselben E-Mail-Adresse, sodass es leider oft nur temporär wirkt, wenn Sie einen Spam-Versender auf Ihre Blacklist setzen. Spammer wechseln die Absendeadressen oft, eben genau aus diesen Gründen, damit sie nicht geblockt werden können.

Das bedeutet wiederum, dass Sie allein durch die Blacklist Spammer nicht langfristig fernhalten können!

Und Versender, die immer von derselben E-Mail-Adresse aus schreiben, sind übrigens in der Regel legitime und seriöse Versender, die im Ordner "Spamverdacht" falsch sind – weil sie eben genau keinen Spam versenden.

Hierbei handelt es sich in der Regel um Newsletter, die Sie ganz einfach abbestellen können (und sollten), um sie nicht mehr zu erhalten. Denn durch das Abbestellen signalisieren Sie Ihrem Postfach nicht mehr, dass es sich bei den Newslettern um Spam handelt – und die Spamfilter können sich besser auf den wirklichen, gefährlichen Spam konzentrieren.

Unser Vorschlag: Nehmen Sie sich noch heute Ihre Blacklist vor und räumen Sie einmal die Einträge auf! Löschen Sie E-Mail-Adressen, die zu Newslettern gehören – denn jeder Einzelne kann uns so dabei unterstützen, gegen "echten" Spam besser vorgehen zu können.

Und auch heute haben wir noch einmal 2 einfache Fragen für Sie vorbereitet, über deren Beantwortung wir uns sehr freuen würden.

Bitte beachten Sie: Die Fragen können nur im Postfach am PC beantwortet werden – beim Freitextfeld sind jeweils nur max. 180 Zeichen verfügbar.

Wie gehen Sie mit Spam um?

Ihre Rückmeldung hilft uns, das Thema "Spam" in allen Facetten zu betrachten.

Leider ist diese Umfrage bereits beendet.

Wären Sie theoretisch bereit, an einer Studie teilzunehmen bzw. unerwünschte E-Mails für Auswertungszwecke an uns weiterzuleiten?

Wir möchten herausfinden, wie wir unsere Spam-Erkennung noch weiter verbessern können.

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