WLAN, LAN und WiFi – was ist das alles?

Die Begriffe sind aus dem alltäglichen Sprachgebrauch bekannt: Aber worin unterscheiden sich WLAN, WiFi & Co. eigentlich und was ist deren genaue Bedeutung? Wir erklären Ihnen, was dahintersteckt.
In unserem Internet-Lexikon konnten Sie bereits viele Begriffe aus der digitalen Welt kennenlernen. Ob Viren und Würmer oder ein Link und eine URL: Auffallend oft haben Begriffe eine ähnliche Bedeutung oder werden zumindest synonym benutzt. Das gilt auch für WLAN, LAN oder WiFi. Doch es gibt sehr wohl Unterschiede!

Damit Sie nicht den Überblick verlieren, bringen wir für Sie Licht ins Dunkel.

WLAN – das Netzwerk ohne Kabel

Wir alle haben ihn zuhause – manche im Flur, manche im Wohnzimmer: Der sogenannte WLAN-Router. Diese kleine Box macht eine Internetverbindung möglich (oft handelt es sich auch um ein "Kombi-Gerät" und er beinhaltet auch den Telefonanschluss). Aber aufgepasst: Internet und WLAN sind absolut nicht dasselbe:

Das Internet (bzw. World Wide Web) ist ein weltweites Netz, welches sich aus vielen Computernetzwerken zusammensetzt. Dieser Verbund lässt Datenaustausch und die Kommunikation untereinander zu. Somit können wir im Internet surfen, Musik hören oder E-Mails senden.

Auf der anderen Seite ist WLAN wie ein Knotenpunkt aufgebaut: Alle Endgeräte werden mit dem eigenen (lokalen) und auch dem weltweiten Netzwerk – dem Internet – verbunden. WLAN bedeutet "Wireless Local Area Network". Das "W" impliziert damit "kabellos", denn WLAN läuft über Funkwellen und ohne Kabel.

WLAN oder WiFi: Wo liegt der Unterschied?

WiFi steht für "Wireless Fidelity" und hierbei handelt es sich um eine bestimmte Unterkategorie von WLAN. Damit ein Netzwerk WiFi genannt werden darf, wird ein bestimmtes Zertifikat (IEEE-802.11-Standard) vorausgesetzt. WiFi ist die meistverbreitete WLAN-Technologie und aus diesem Grund werden die Begriffe oftmals synonym verwendet. Vor allem im Ausland ist die Bezeichnung WiFi geläufiger. Grundlegend können Sie sich jedoch merken:
 
Jedes WiFi-Netzwerk ist ein WLAN, nicht jedes WLAN aber ist WiFi-zertifiziert.
Tipp: Ob Ihre Internetverbindung über eine hohe oder niedrige Qualität verfügt, können Sie mit dem WLAN-Signal einsehen. Bevor Sie also Ihren WLAN-Router an einer bestimmten Stelle positionieren, überprüfen Sie zuerst die Qualität Ihrer Verbindung. Gewisse Faktoren schränken das Signal zusätzlich ein: Dazu gehören andere elektronische Geräte, eine große räumliche Distanz oder Wasser. Installieren Sie den Router also lieber nicht im Keller oder neben einem Aquarium.

LAN ("Local Area Network")

Die Begriffe WLAN und LAN unterscheidet nur ein Buchstabe. Und das hat auch einen guten Grund. Wir erinnern uns: Das "W" in WLAN steht für "Wireless" – also "kabellos". Somit lässt sich die Erklärung ganz einfach herleiten: WLAN ist kabellos, aber für LAN braucht man Kabel!

Um LAN nutzen zu können, muss immer das lokale Netzwerk in der Nähe sein. Daher besteht für LAN eine räumliche Begrenzung, wie bspw. auf das eigene Haus oder das Gebäude einer Firma. Geräte wie Laptops oder Drucker, die eine Internetverbindung herstellen möchten, werden mithilfe des Kabels an das lokale Netzwerk angeschlossen.
 
Der Begriff "Ethernet" kommt im Zuge des Themas LAN häufig auf: Es geht dabei um den gängigen Standard eines LAN-Kabels. Denn "LAN-Kabel" ist ein Überbegriff und umfasst alle Kabel, die sich zum Aufbau eines lokalen Netzwerks (LAN) eignen.

Ist WLAN oder LAN vorteilhafter?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Generell gilt:

Eine Internetverbindung per LAN setzt immer ein Kabel voraus. Die Vorteile einer LAN-Verbindung sind die schnelle und durchweg stabile Verbindung. Dafür sind Sie allerdings auch weniger mobil.

Die drahtlose WLAN-Verbindung bildet den genauen Gegensatz: Verbundene Endgeräte lassen sich ortsunabhängig verwenden, leider lässt sich aber auch mit mehr Internetproblemen rechnen.
Hier sehen Sie die Zusammenhänge von WLAN, LAN, Router & Internet bildlich dargestellt.
Hier sehen Sie die Zusammenhänge von WLAN, LAN, Router & Internet bildlich dargestellt.

Und mobile Daten?

Auch mobile Daten gewährleisten Ihnen eine Internetverbindung. Sind Sie unterwegs und mit keinem WLAN-Netzwerk verbunden, dann ist es dennoch möglich, mit dem Smartphone das Internet zu benutzen.  

Verwenden Sie mobile Daten, dann steht Ihnen ein gewisses "Datenvolumen" zur Verfügung. Wie viele Daten Ihr Volumen umfasst, können Sie selbst mit Ihrem Handyvertrag festlegen. Jede Aktion, die Sie außerhalb einer WLAN-Verbindung ausführen, also bspw. das Navigieren mit einer App oder abrufen der E-Mails, verbraucht mobile Daten. Das bedeutet, Ihr Datenvolumen wird mit jeder Benutzung kleiner.

Mobile Daten ermöglichen es, auch auswärts eben kurz online den richtigen Weg zu finden. Allerdings gelten im EU-Ausland andere Regeln: Je nach Vertrag können hier die mobilen Daten nicht standardmäßig ohne zusätzliche Kosten verwendet werden (ähnlich wie beim Telefonieren). Und für zuhause raten wie Ihnen: Nutzen Sie prinzipiell eher das WLAN als Ihr mobiles Datenvolumen zu verbrauchen!.
Wenn Sie den Artikel hilfreich fanden, teilen Sie ihn gerne auch per E-Mail.


Und wenn Ihnen GMX gefällt, geben Sie uns auch gerne positives Feedback auf der Bewertungsplattform Trustpilot!

1.264 Personen finden diesen Artikel hilfreich.

Ähnliche Artikel

Testen Sie Ihr Wissen über GMX

Letzte Browser-Sitzung wiederherstellen

Cyber-Sicherheit für Kids: neu im GMX Blog