Mit seiner neuen UNICEF-Karte ruft Udo Lindenberg zur Rettung unseres Planeten für die zukünftigen Generationen auf. Der Rockstar hat bereits zum achten Mal eine Weihnachtskarte für das Kinderhilfswerk gezeichnet.

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Das neue Motiv von Udo Lindenbergs UNICEF-Karte "Galaktische Weihnachten" verbindet witzige Weihnachtsgrüße mit einer eindringlichen Botschaft für die Rechte der Kinder.

Im Interview schildert Panikrocker Udo Lindenberg seinen Blick auf die Erde und erklärt, warum er den Traum vom Frieden noch nicht aufgegeben hat.

UNICEF: Lieber Udo, du hast in diesem Jahr eine galaktisch gute Grußkarte für UNICEF gestaltet. Würdest du selber gerne mal ins All reisen? Was würde dir wohl durch den Kopf gehen, wenn du die Erde aus dem Weltraum betrachten würdest?

Die neue UNICEF-Grußkarte von Musiker Udo Lindenberg.

Udo Lindenberg: Na klar, der Astronauten-Traum begleitet mich ja schon eine ganze Weile. Ich würde die Erde von oben als einen kleinen, verletzlichen blauen Planeten sehen, den wir Menschen nun endlich beschützen müssen. Wir gehen ja mit der Erde so um, als hätten wir zwei davon! Und das hat schlimme Folgen.

Nein – wenn die Kinder von 2020 nicht die letzte Generation sein sollen, muss endlich international gehandelt werden. Das heißt: Stopp den Klimawandel, stopp die Plastikvermüllung unserer Ozeane, stopp die Vernichtung von Regenwäldern!

Wer aus dem weltweiten Klimaschutzabkommen aussteigt und sich auf nationalistisches Gelaber zurückzieht, verrät die nächste Generation.

Dieser kleine blaue Planet wird überzogen mit dem Blut sinnloser Kriege und dem ökologischen Untergang preisgegeben. Lasst uns aufstehen, die Kinder schützen und die Vergewaltigung von Erde und Natur beenden!!!

Dein aktueller Song heißt "Wir ziehen in den Frieden" – da singst du "Ich hör' John Lennon singen 'Give Peace a Chance', und es klingt wie 'n Vermächtnis aus dem All". Glaubst du, dass es für den Frieden noch eine echte Chance gibt?

Ja, wenn wir aufhören, uns an Kriege zu gewöhnen, als wären das irgendwelche Naturgewalten. Sie sind menschengemacht – und Menschen können sie beenden.

Wie können wir zulassen, dass täglich Rüstungsgeschäfte in Milliardenhöhe durchgezogen werden, während gleichzeitig viele Tausend Kinder, Frauen und Männer dem Hungertod zum Opfer fallen? Das ist der tägliche Krieg. Das ist das tägliche Verbrechen. Sind wir die stumme Armee und tragen das alles mit durch unser Schweigen? Es reicht!

Gerade Deutschland muss vor dem Hintergrund zweier Weltkriege als friedenspolitischer Powermacher die Großmächte dazu drängen, diese verbrecherische, kamikazehafte Aufrüstung zu beenden und endlich wieder über Abrüstung zu reden. Stattdessen hat die Bundesregierung gerade ihren sogenannten Militärhaushalt um viele Milliarden erhöht. Eine Schande.

Im Moment ist ja auch unser UNICEF-Botschafter Alexander Gerst im All unterwegs. So von Udonaut zu Astronaut – was würdest du Astro-Alex gerne mal fragen?

Ich würde ihm wahrscheinlich sagen: "Hi Alex, ich würde gerne mal mitfliegen, siehst du da 'ne Chance für 'nen guterhaltenen alten Rocker wie mich? Mit Schleudertests und Zentrifugal-Kräften kenn' ich mich ja schon gut aus, von der Rock 'n Roll-Bühne her… und wann geht's zum Mars? Astro Alex, bist du dabei? No Panik, Dein Udonaut."

Wenn Sie sich bis zum 31.12.2018 für eine Patenschaft entscheiden, verdoppelt GMX Ihre ersten drei Monatsbeiträge bis zu einer Spende von 100 Euro im Monat.

Die neue UNICEF-Grußkarte von Udo Lindenberg ist online im UNICEF-Grußkartenshop erhältlich (solange der Vorrat reicht). Das 5er-Sortiment kostet zehn Euro inkl. Mehrwertsteuer. Darüber hinaus wird die Karte von UNICEF-Gruppen auf Weihnachtsmärkten, Ständen und in Grußkarten-Shops vor Ort angeboten. Hier kostet die Einzelkarte zwei Euro.