Erpressungs-Trojaner – das können Sie tun

Und wieder ist es passiert: Zum zweiten Mal in zwei Monaten hat sich ein Erpressungs-Trojaner weltweit ausgebreitet. Dieses Mal wurden Banken, dutzende Unternehmen und sogar die Strahlungs-Überwachung in einem Atomkraftwerk lahmgelegt. Doch auch Sie als Privatnutzer kann es treffen! Wir zeigen Ihnen, was Sie im Ernstfall tun sollten und wie Sie am besten vorbeugen können.
Erpressungs-Trojaner wie WannaCry, Amnesia oder Cryptomix breiten sich rasend schnell aus und sind der blanke Horror – man fährt seinen PC hoch oder schaltet sein Handy ein und es erscheint der Hinweis „Your files have been encrypted“ – die Dateien auf Festplatte/ Handy wurden verschlüsselt und sind nur gegen Zahlung eines „Lösegelds“ wieder zu haben. Das versprechen zumindest die Hacker, die die Trojaner über E-Mail-Anhänge oder auch infizierte Werbeflächen auf die Rechner ihrer Opfer geschleust haben.

Prinzipiell sind alle Betriebssysteme betroffen, überwiegend stehen aber Windows und Android im Fokus. Besonders Smartphones werden laut Sicherheitsplattform botfrei.de immer mehr zum Ziel der Cyber-Attacken.

Was kann man im Ernstfall also tun?

Soll man dem Druck nachgeben und das Lösegeld zahlen, in der Hoffnung, seine persönlichen Dateien decodiert wieder zu erhalten? Nein, auf keinen Fall - raten sowohl die Sicherheitsexperten von botfrei, als auch vom BKA bzw. BSI: Für Cyberkriminelle sei das nur ein guter Grund, immer weiter zu machen!
Stattdessen sollten Sie diese Schritte befolgen:
 
  1. Zuerst sollten Sie prüfen, ob für diesen Trojaner evtl. eine Entschlüsselungs-Software existiert – eine Liste dazu finden Sie hier. Ist dies nicht der Fall, heißt es:
  2. Speichern Sie die verschlüsselten Dateien vorsorglich an einem zweiten Ablageort, ggf. wird später eine Entschlüsselungssoftware dafür entwickelt.
  3. Richten Sie erst danach den PC bzw. das Smartphone neu ein.
  4. Erstatten Sie dann unbedingt offiziell bei einer Online-Wache der Polizei Anzeige.

Präventivmaßnahmen sind der beste Schutz!

  • Wie bereits erwähnt sind besonders die Betriebssysteme die Schwachstellen: Halten Sie diese daher immer aktuell und führen Sie regelmäßig Patches – Sicherheitsupdates – durch, sofern das nicht schon automatisch geschieht.
  • Generell gilt es, wachsam zu sein: Wenn Sie E-Mails von vermeintlich befreundeten oder sogar unbekannten Kontakten erhalten, die merkwürdige Anhänge oder Links enthalten, sollten Sie diese auf keinen Fall öffnen. Spam- bzw. Phishing-Mails sind die häufigste Übertragungsursache von Erpressungstrojanern!
  • Installieren Sie ebenfalls eine Anti-Viren-Software bzw. aktivieren Sie die Firewall: Dadurch werden Programme, Downloads etc. und eingehende Datenströme zwischen Ihrem PC und dem Internet kontrolliert und mögliche Eindringlinge ferngehalten.
  • Unbedingt ratsam sind auch Backups – also vorsorgliche Datensicherungen auf anderen, getrennten Datenträgern. Regelmäßige Backups sind generell empfohlen, gerade auch wenn es um defekte Festplatten oder den Diebstahl von PC oder Smartphone geht.

Hat Ihnen dieser Tipp geholfen? Dann geben Sie uns weiter unten doch ein kurzes „hilfreich“. Wir freuen uns über Ihr Feedback!

Wie beugen Sie selbst vor?

Welche Schutzmaßnahmen nutzen Sie?

Die Umfrage ist leider bereits beendet.

1.535 Personen finden diesen Artikel hilfreich.

Ähnliche Artikel

Wie erkennt man modernes Phishing?

Mit Phishing wollen Betrüger durch gefälschte E-Mails oder Webseiten Ihre Daten oder Bankinformationen stehlen. Dabei werden die Kriminellen immer besser! Würden Sie modernes Phishing noch erkennen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich am besten verhalten, um der Falle zu entgehen. weiterlesen
2.856 Personen finden diesen Artikel hilfreich.

So schützen Sie Ihre E-Mails

Aus der Arbeitswelt gar nicht mehr wegzudenken, entwickelte sich die E-Mail zu einem der wichtigsten Kommunikationsmittel. Ganz egal, wie gut die Technik Ihre E-Mails schützt, auch Sie selbst sind beim Thema E-Mail-Sicherheit gefragt. Mit unseren Tipps finden Sie heraus, was zu tun ist. weiterlesen
167 Personen finden diesen Artikel hilfreich.

So erkennen Sie Spam

Bestimmt mussten auch Sie sich schon einmal mit Spam-Mails auseinandersetzen. Von betrügerischen Inhalten bis hin zu Viren und anderer Schadsoftware bringen sie alles mit, was Ihrem Geldbeutel oder Ihren Geräten schaden könnte. Damit es aber erst gar nicht so weit kommt, stellen wir Ihnen einige Merkmale vor, an denen Sie die hinterlistigen E-Mails erkennen können. weiterlesen
3.780 Personen finden diesen Artikel hilfreich.

PC-Virus entfernen – so geht‘s!

Trotz Antiviren-Programm und Firewall kann es vorkommen, dass Schädlinge auf Ihren PC oder Ihr Handy gelangen. Daher lohnt es sich, öfters mal ein digitales Reinigungsprogramm über Ihren Computer oder Smartphone laufen zu lassen. Im Tipp zeigen wir Ihnen, wie. weiterlesen
464 Personen finden diesen Artikel hilfreich.

Hinweis bei manipulierten Webseiten

GMX schützt Sie jetzt noch besser vor potentiell gefährlichen Webseiten: Neben den Spamfiltern gibt es eine weitere Schutzfunktion in Form eines Warnhinweises. weiterlesen
836 Personen finden diesen Artikel hilfreich.

Sicherheit im Internet

Bei all den zu beachtenden Sicherheitsvorkehrungen im Netz hat man schnell mal Angst, etwas nicht richtig zu machen. Deshalb zeigen wir im neuen Tipp, welche Gefahren im Internet lauern und wie Sie sich vor diesen schützen können. weiterlesen
269 Personen finden diesen Artikel hilfreich.

Ganz nach Ihrem Geschmack: Die Tipps des Jahres 2018

Das Beste kommt immer erst zum Schluss? Halten wir für ein Gerücht… Wir wünschen Ihnen nämlich heute einen guten Start ins neue Jahr – und beginnen gleich mit den Top-Artikeln der letzten 12 Monate. Viel Spaß dabei! weiterlesen
66 Personen finden diesen Artikel hilfreich.

Spamschutz im Postfach – Vorteile & Tipps

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie Ihr Postfach ohne Spamfilter aussehen würde? Wahrscheinlich wären Sie ziemlich schnell genervt, denn Ihr Posteingang wäre bald voll von unerwünschten Massen-E-Mails. Sie müssten selbst für jede E-Mail individuell entscheiden, ob Spam oder kein Spam und hätten ein entsprechend erhöhtes Sicherheitsrisiko zu tragen. Aus diesem Grund ist der GMX Spamschutz aktiviert – und sollte es auch bleiben! weiterlesen
1.306 Personen finden diesen Artikel hilfreich.

Newsletter bequem verwalten

Wünschen Sie sich auch schon länger die Möglichkeit, Newsletter in Ihrem GMX Postfach möglichst einfach verwalten zu können? Dann haben wir jetzt etwas Neues für Sie! weiterlesen
648 Personen finden diesen Artikel hilfreich.

Mailer Daemon: Warum kommen E-Mails nicht an?

Ist Ihnen das folgende Szenario auch schon einmal passiert? Sie wollen eine wichtige E-Mail verschicken und erhalten an Stelle einer Übermittlungsbestätigung eine Fehlermeldung vom "Mailer Daemon". Im Folgenden zeigen wir Ihnen, was mögliche Gründe für dieses Phänomen sind und was Sie im jeweiligen Fall tun können. weiterlesen
1.850 Personen finden diesen Artikel hilfreich.