Standortdaten auf dem Handy: So schützt du deine Privatsphäre
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✓ Welche Apps den Standort wirklich brauchen
✓ So richtest du deine Standorteinstellungen ein
✓ Der Unterschied zwischen Immer, Einmal, Nur bei Nutzung und Nie
Dein Smartphone kennt deinen Standort meist auf wenige Meter genau. Das ist praktisch für Navigation und Wetter-Apps, öffnet aber auch Tür und Tor für ungewollte Nachverfolgung. Wir erklären, wie Standortdaten entstehen und wie du die Kontrolle darüber behältst.
Wenn du eine neue App installiert hast, fragt diese meist direkt beim ersten Öffnen nach deinem Standort. In der Regel geschieht das, weil die App den Standort für die Funktionsfähigkeit braucht, doch häufig steckt noch ein zweites Motiv dahinter.
Wofür Unternehmen deine Standortdaten nutzen
Standortdaten sind wirtschaftlich wertvoll, denn sie verraten viel über deine Gewohnheiten, deinen Wohnort und deinen Alltag. Deshalb landet die Daten selten nur bei der App, die sie abfragt. Viele Anbieter geben die Daten an Werbenetzwerke weiter, die daraus Bewegungsprofile erstellen. So lässt sich zum Beispiel erkennen, wie oft du ein bestimmtes Geschäft besuchst oder welchen Weg du zur Arbeit nimmst.
Diese Profile werden genutzt, um dir passende Werbung anzuzeigen, etwa für ein Restaurant in deiner Nähe. In den Datenschutzbestimmungen der App steht meist, ob und an wen Standortdaten weitergegeben werden. Ein kurzer Blick hinein lohnt sich vor allem bei kostenlosen Apps.
Welche Apps den Standort wirklich brauchen
Überlege bei jeder App, ob sie deinen Standort tatsächlich benötigt. Eine Navigations-App oder ein Fahrdienst kann ohne Standort nicht sinnvoll funktionieren. Eine Taschenlampen-App hingegen hat keinen Grund, auf den Standort zuzugreifen.
Frage dich daher bei jeder App: Würde sie ohne Standort noch funktionieren? Ist die Antwort Nein, ist die Berechtigung meist sinnvoll. Ist die Antwort Ja, kannst du den Standortzugriff bedenkenlos einschränken oder verweigern.
So richtest du deine Standorteinstellungen ein
Sowohl unter Android als auch auf dem iPhone findest du in den Einstellungen eine Übersicht aller Apps, die auf deinen Standort zugreifen dürfen.
Android
- Öffne die Einstellungen deines Smartphones.
- Tippe auf "Standort".
- Wähle "App-Berechtigungen" oder "Standortzugriff der Apps".
- Dort siehst du alle Apps und ihren jeweiligen Zugriffsstatus.
- Öffne die Einstellungen.
- Tippe auf "Datenschutz & Sicherheit".
- Wähle "Ortungsdienste".
- Et voilà!
Der Unterschied zwischen Immer, Einmal, Nur bei Nutzung und Nie
Smartphones bieten meist vier Abstufungen für den Standortzugriff, und der Unterschied zwischen ihnen ist entscheidend für deine Privatsphäre.
- Immer: Die App kann deinen Standort auch dann abfragen, wenn du sie gerade nicht geöffnet hast, also im Hintergrund. Das ist sinnvoll für Apps wie Wetterwarnungen oder Standortfreigabe für Familienmitglieder.
- Nur bei Verwendung der App: Die App bekommt deinen Standort nur, solange sie aktiv geöffnet ist. Das reicht für die meisten Anwendungen völlig aus, etwa für Karten- oder Fitness-Apps.
- Einmal fragen: Bei iPhones gibt es zusätzlich diese Option. Die App darf den Standort ein einziges Mal abrufen und muss danach erneut fragen. Das ist besonders praktisch für Apps, die du frisch heruntergeladen hast.
- Nie: Die App bekommt keinen Zugriff auf deinen Standort. Wähle diese Option, wenn eine App danach fragt, ihre Funktion aber offensichtlich nichts mit deinem Standort zu tun hat.
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