Unser Universum ist mit einem Urknall entstanden - und den Physikern der Universität Harvard zufolge wird es ebenso untergehen: Mit einem großen Knall.

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Vor fast 14 Milliarden Jahren ist unser Universum mit dem Urknall entstanden, und mit einem zweiten könnte es auch enden. Das berichten Physiker der Universität Harvard in einer Studie, die in der Fachpublikation "Physical Review D" vorgestellt wurde. Als Grund für ihre Annahme gaben die Forscher die Destabilisierung des Higgs-Boson an, also jenes 2012 entdeckte Quantenteilchens, das anderen Elementarteilchen erst durch Wechselwirkung Masse verleiht.

Einzelnes Higgs-Boson macht zweiten Urknall möglich

Diese Destabilisierung kann der Studie zufolge zu einer Explosion von Energie führen, die alles im Universum erfasst und folglich auslöschen könnte. Für die Destabilisierung reicht laut den Physikern bereits ein einzelnes Higgs-Boson aus, das dann den zweiten Urknall auslöst.

Eine mögliche Theorie der Forscher ist, dass dieser Vorgang beispielsweise in einer Kurve in der Raum-Zeit am Rande eines Schwarzen Loches beginnt. Verbiegt sich die Raum-Zeit um ein extrem dichtes Objekt, wie etwa an einem schwarzen Loch, geraten die bekannten Gesetze der Physik aus dem Gleichgewicht und die Elementarteilchen agieren auf völlig neue Weise miteinander.

Ob und wann es so weit sein wird, konnten die Forscher bisher nur schätzen. In der Studie gehen sie davon aus, dass es erst in mehreren Milliarden Jahren so weit sei. (arg)

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