Eine Mutter aus Südkorea wollte ihrer verstorbenen Tochter noch einmal Lebewohl sagen. Dank moderner Technik und einem Fernsehsender bekam sie die Chance dazu. Das Video davon schauen Millionen Menschen.

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Ein südkoreanischer Fernsehsender hat für eine Mutter ihre verstorbene Tochter in der virtuellen Realität (VR) nachgebildet. Der neunminütige Ausschnitt aus der Dokumentation "Ich traf Dich" ist nun zum Internet-Hit geworden - und hat eine heftige Debatte ausgelöst.

Während viele Nutzer ihr Mitgefühl für die Mutter ausdrückten und das Konzept der Sendung unterstützten, warfen andere den Machern vor, das Leid der Familie auszubeuten.

Die Tochter namens Na Yeon war vor einigen Jahren im Alter von sieben Jahren an Leukämie gestorben. Als virtuelle Figur taucht sie nun wieder auf. "Mama, wo bist Du gewesen?", fragt sie ihre Mutter. "Ich habe Dich so vermisst - Du mich auch?"

Ihre Mutter antwortet "Ich habe Dich vermisst, Na Yeon" und streckt tränenüberströmt ihre Hände aus, um ihrer Tochter übers Haar zu streichen. Jang Ji Sung steht dabei mit einem VR-Headset auf dem Kopf und berührungsintensiven Handschuhen vor einer grünen Studio-Leinwand.

Mutter wollte sich verabschieden

Die Mutter selbst hatte sich die Aktion gewünscht, um noch einmal Abschied von ihrer Tochter nehmen zu können: Sie wollte ihr sagen können, dass sie sie liebt und dass sie sie niemals vergessen hat.

Die Aufnahmen von Jang Ji Sung und ihrer virtuellen Tochter wurden auf YouTube innerhalb einer Woche mehr als 13 Millionen Mal angeschaut. Um Na Yeon virtuell zu erschaffen, brauchten die Macher nach eigenen Angaben acht Monate.  © DER SPIEGEL