Ist es ein Asteroid oder doch ein Artefakt einer außerirdischen Lebensform? Seit seiner Entdeckung gibt das Objekt mit dem klangvollen Namen "Oumuamua" Rätsel auf. Neueste Analysen scheinen nun sogar die Hoffnungen von Ufo-Gläubigen zu bestätigen.

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Schon sein Name klingt geheimnisvoll und vielversprechend: "Oumuamua" ist hawaiianisch und bedeutet Kundschafter. Seitdem die Raumsonde Gaia der Europäischen Weltraumorganisation ESA im Oktober 2017 das Objekt, dass damals in einer Entfernung von 24 Millionen Kilometern die Erde passierte, entdeckt hatte, hält es die Wissenschaftler auf Trab.

Stufte man A/2017 U1 oder C/2017 U1 – so der erste Name – zunächst noch als Komet ein, wurde diese Einschätzung recht bald geändert. Das Objekt flog nämlich weder in der berechneten Bahn, noch hatte es den typischen Schweif. Für die Wissenschaftler stand zumindest fest, dass "Oumuamua" das erste interstellare Objekt in unserem Sonnensystem sein muss.

Hoffnungen darauf, dass es sich in Wahrheit um ein Raumschiff aus den Weiten des Alls handelt, erteilten Forscher jedoch bald eine Absage. Ein internationales Team um Alan Fitzsimmons von der Queen's University Belfast hatte im Fachblatt "Nature Astronomy" die Ergebnisse seiner Forschungen zu "Oumuamua" veröffentlicht.

Erste Analyse: "Oumuamua" ist nicht künstlichen Ursprungs

Ihre Analyse ergab, dass es sich bei dem mysteriösen "zigarrenförmigen" Asteroiden um ein natürliches Objekt handelt. Auch ein "Lauschangriff" mit Radioantennen im Rahmen des Projekts "Breakthrough Listen" hatte keine anderslautenden Ergebnisse gebracht.

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Doch nun bekommt die Theorie, dass es sich bei "Oumuamua" doch um ein Objekt künstlichen Ursprungs handeln soll neuen Aufwind. Die Wissenschaftler Abraham Loeb und Shmuel Bialy vom "Harvard Smithonian Center for Astrophysics" behaupten, dass das Gebilde durchaus um ein Sonnensegel darstellen könnte.

Sie erklären, dass das unberechenbare Verhalten "Oumuamuas" – zum Beispiel das fehlende vermehrte Austreten von Gasen in der Nähe der Sonne – nicht nur der Beweis dafür sei, dass es sich um keinen Kometen handele.

Für sie sind das, wie auch die ungewöhnliche Form, Hinweise auf einen möglichen künstlichen Ursprung des Objekts. So erklärte Professor Loeb gegenüber "Universe Today": "'Oumuamua' könnte ein Stück Alien-Technologie sein, mit dem unser Sonnensystem erforscht werden soll - genauso wie wir Alpha Centauri erforschen möchten".

Ob an dieser Theorie tatsächlich etwas dran ist, wird sich so schnell nicht beweisen lassen - "Oumuamua" hat unser Sonnensystem und den Wirkbereich all unserer Messsysteme längst verlassen.(dh)

Verwendete Quellen: