Der Vulkan Sinabung in Indonesien schleudert bei seinem Ausbruch Asche und Lava teilweise kilometerhoch in die Atmosphäre, aus anderen strömt ruhig und stet glühende Lava. Was genau passiert bei einem Vulkanausbruch und was macht die unterschiedlichen Verläufe aus?

Wie man "Eyjafjallajökull" korrekt ausspricht, wissen vermutlich noch immer die Wenigsten. Doch daran, dass es sich dabei um einen Vulkan auf Island handelt, erinnern sich weltweit viele Menschen.

Nach seinem Ausbruch im Jahr 2010 herrschte wochenlang Chaos im europäischen und interkontinentalen Luftverkehr: Die Aschewolken, die er ausstieß, waren gefährlich für Flugzeuge.

Trotzdem kann man sagen, dass dieser Vulkanausbruch glimpflich ausging. Während er vor allem wirtschaftlichen Schaden angerichtet hat, kostete beispielsweise der berühmt-berüchtigte Ausbruch des Vesuv am Golf von Neapel im Jahr 79 n. Chr. Tausende Menschenleben.

Kein Wunder also, dass die Wissenschaft ein großes Interesse daran hat, das Phänomen der Vulkanausbrüche zu erforschen.

Was passiert bei einem Vulkanausbruch?

Die Ursache für einen Vulkanausbruch liegt in etwa 100 Kilometern Tiefe unter der Erdoberfläche: Hier herrschen Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius. Die große Hitze schmilzt Gestein, das sich dadurch ausdehnt.

Die flüssige Masse - Magma genannt - sammelt sich in Kammern. Das flüssige Gestein steigt wegen seiner geringeren Dichte auf. Während sich das Magma der Erdoberfläche nähert, werden darin gelöste Gase frei und erzeugen zusätzlichen Druck.

Enorme Kräfte drücken das Material durch sogenannte Schlote an die Oberfläche. Der Vorgang kann explosionsartig oder auch über längere Zeit gleichmäßig verlaufen. Wenn Magma die Oberfläche erreicht, wird es Lava genannt.

Arten von Vulkanausbrüchen

Explosiver Vulkanausbruch

Zu einem explosiven Vulkanausbruch kommt es, wenn ein hoher Gasgehalt besteht und das Magma zähflüssig ist. Gase entweichen hier explosionsartig aus der Magma und zerreißen diese in Fragmente. Aus den Schloten wird mit hohem Druck eine Mischung aus Gasen, heißer Asche und Gesteinsbrocken herausgeschleudert.

Effusiver Vulkanausbruch

Wenn das Magma besonders hohe Temperaturen erreicht und wenig Gase entstehen, kommt es eher zu gleichmäßigen Lavaergüssen. Die sehr dünnflüssige Lava kann auch in Fontänen aus dem Boden schießen. Ein berühmtes Beispiel für einen effusiven Ausbruch ist der des Kīlauea auf Hawaii, der schon seit 1983 andauert.

(ada)