Einige Menschen behandeln ihre Haustiere so, als wären sie ihre Kinder und haben sie beinahe sogar lieber als ihre Mitmenschen. Eine Studie hat jetzt herausgefunden, dass Probanden im Falle eines verletzten Hundes tatsächlich mitfühlender reagieren als bei einem verletzten Menschen.

Eine Studie, die von der Fachzeitschrift "Society & Animals" veröffentlicht wurde, hat untersucht, ob Menschen mehr Mitgefühl für einen verletzten Hund zeigen oder mehr Empathie mit einer verletzten Person haben.

Wann sind wir besonders mitfühlend?

Für die Studie wurden insgesamt 256 Studenten gefälschte Zeitungsartikel über zusammengeschlagene Hunde und Menschen gezeigt.

In den Berichten wurde entweder ein Hundewelpe, ein ausgewachsener Hund, ein Kind oder ein Erwachsener als Opfer dargestellt.

Die Studenten mussten anschließend angeben, bei welchen Geschichten sie besonders mitfühlend reagiert und welche sie nicht sonderlich berührt haben.

Jack Levin, Arnold Arluke und Leslie Irvine, die Autoren der Studie, hatten im Vorfeld den Verdacht, dass das Ausmaß der Anteilnahme nicht davon abhängt, ob ein Mensch oder Tier verletzt wurde, sondern auf dem Alter der jeweiligen Opfer beruht.

Anteilnahme bei verletzten Hunden höher

Und tatsächlich war die Auswirkung des Alters beträchtlich.

Die Studenten nahmen deutlich mehr Anteilnahme an dem Schicksal der Kinder und Hunde, als an den Berichten über erwachsene Menschen.

Das Alter von Menschen hat einen großen Einfluss auf das Mitgefühl der Leser.

Bei verletzten Hunden war das Alter irrelevant. Weibliche Testpersonen waren außerdem mitfühlender gegenüber allen Opfern als die männlichen Teilnehmer.

Sie sind eine echte Sensation: Die kleine isländische Stadt Ísafjörður testet dreidimensionale Zebrastreifen. Sie sollen Leben retten.

(ff)