Die Schiaparelli-Sonde ist unter Umständen aufgrund eines Computerfehlers abgestürzt, wie nun aus der Analyse der Daten des Mars-Landers hervorging.

Schiaparelli ist ein Mars-Lander der Europäischen-Weltraumorganisation und sollte ursprünglich Daten für eine erfolgreiche Marslandung liefern. Mittlerweile ist die Sonde auch auf dem Mars angekommen, allerdings nicht so wie erhofft.

Die Sonde Schiaparelli hat eine mehr als siebenmonatige Reise hinter sich.

Der Lander ist vermutlich aufgrund eines Software-Fehlers im Bordcomputer abgestürzt, wie eine Analyse der übermittelten Daten nun ergab. Das berichtet unter anderem das Wissenschaftsmagazin "Nature".

Zwei bis vier Kilometer tief gestürzt

Laut den ausgelesenen Daten verlief der Flug zunächst gut. Als Schiaparelli jedoch bereits am Fallschirm auf dem Weg zur Oberfläche des Mars war, sendete der Bordcomputer Anweisungen, die denen der Sensordaten widersprachen. So wurde der Fallschirm zu früh abgetrennt und die Landetriebwerke ebenfalls nach drei statt 30 Sekunden abgeschaltet. Daraufhin stürzte der Lander zwei bis vier Kilometer tief und zerschellte.

Dem Missionschef Andrea Accomazzo zufolge ist ein Fehler in der Bordsoftware oder der Verknüpfung der Daten mehrerer Sensoren schuld an den falschen Berechnungen der Flughöhe. (arg)