Erhöhte Radioaktivität in Europa: Seit gestern meldet das Bundesamt für Strahlenschutz erhöhte Werte. Deutschland sei nicht betroffen, doch auch auf der Suche nach der Ursache gibt es noch keinen Durchbruch.

Die Ursache für leicht erhöhte Radioaktivitätswerte an mehreren europäischen Messstellen ist weiterhin unbekannt. "Wo das herkommt, können wir noch nicht sagen", sagte ein Sprecher des Bundesamts für Strahlenschutz am Mittwoch auf Anfrage. Möglich seien Quellen im Bereich Ukraine oder Südrussland.

Es bleibe dabei, dass keine Gesundheitsgefahr bestehe. Die Konzentration liege in einem sehr niedrigen Bereich von wenigen Millibecquerel pro Kubikmeter. "Selbst wenn in Deutschland vergleichbare Mengen an Radioaktivität gemessen würden, besteht keinerlei Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung", hieß es.

Deutschland derzeit nicht von erhöhten Strahlenwerten betroffen

Am Vortag hatte das Amt mitgeteilt, dass in mehreren Orten in Europa in den vergangenen Tagen geringe Mengen an Ruthenium-106 (Ru-106) gemessen worden seien. Betroffen war unter anderem Österreich, aber nicht Deutschland.

Ein Unfall in einem Atomkraftwerk sei als Ursache ausgeschlossen. Ruthenium-106 wird demnach unter anderem für die Krebstherapie und in der Stromversorgung von Satelliten eingesetzt.  © dpa

Die Zahl der Atomwaffen geht zwar seit den 1980er-Jahren kontinuierlich zurück. Aber das heißt nicht, dass die Gefahr eines Atombombenabwurfs gebannt wäre. Die Staaten investieren viel Geld in die Modernisierung ihrer Systeme und manche von ihnen agieren unberechenbar.