• Die Lebenszufriedenheit der Deutschen ist in der Coronakrise gesunken.
  • Dabei hat sich der Abstand zwischen Ost- und Westdeutschland beinahe komplett aufgelöst.
  • Die glücklichsten Menschen leben nach wie vor im Norden des Landes.

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Die Lebenszufriedenheit der Menschen in Deutschland ist einer Umfrage zufolge in der Coronakrise um 6 Prozent zurückgegangen.

Auf einer Skala von 0 (überhaupt nicht zufrieden) bis 10 (völlig zufrieden) bewerteten die Befragten ihre allgemeine Zufriedenheit in diesem Jahr im Schnitt mit 6,74 Punkten - nach dem bisherigen Höchststand von 7,14 Punkten 2019. Das geht aus dem neuen "Glücksatlas" hervor, der am Mittwoch in Bonn vorgestellt wurde.

Abstand zwischen Ost und West löst sich nahezu auf

Frauen büßten demnach mit minus 0,47 Punkten deutlich mehr an Zufriedenheit ein als Männer (minus 0,33 Punkte).

In Westdeutschland sank die Zufriedenheit der Menschen laut der Umfrage um 0,42 Punkte und somit stärker als in Ostdeutschland (minus 0,30). Damit löst sich der Abstand zwischen dem Osten und Westen des Landes nahezu auf.

Die Daten zeigen außerdem, dass sich die Arbeitszufriedenheit bei 32,2 Prozent der Befragten verringert hat. Gründe dafür sind Maßnahmen wie Kurzarbeit oder "schwierige Bedingungen im Homeoffice". Dabei haben Frauen auch unter dieser Situation mehr gelitten.

Das Ranking der Bundesländer

Die glücklichsten Deutschen leben - wie in den vergangenen Jahren auch - im Norden. Den ersten Platz teilen sich dieses Jahr zwei Bundesländer:

  • 1. Platz: Schleswig-Holstein und Hamburg (jeweils 6,92 Punkte)
  • 3. Platz: Baden-Württemberg (6,88 Punkte)
  • 4. Platz Nordrhein-Westfalen (6,83 Punkte)
  • 5. Platz: Bayern (6,81 Punkte)
  • 6. Platz: Sachsen-Anhalt (6,80 Punkte)

Auf den hinteren Rängen landen Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen.

80 Prozent der Befragten haben angegeben, dass sie froh sind, während der Coronakrise in einem Land wie Deutschland gelebt zu haben. Die meisten glauben, dass sie im kommenden Jahr wieder zufriedener sein werden. (ff)

Für die Studie im Auftrag der Deutschen Post, die zum zehnten Mal erhoben wurde, hat das Institut für Demoskopie in Allensbach von März bis Juni - also während des ersten Corona-Lockdowns - knapp 4.700 Bundesbürger ab 16 Jahren befragt.
Die Frage nach der allgemeinen Lebenszufriedenheit lautete: "Wenn Sie einmal alles in allem nehmen, wie zufrieden sind Sie insgesamt zurzeit mit Ihrem Leben?"

Verwendete Quellen:

  • Deutsche Post DHL Group: Deutsche Post Glücksatlas 2020: Die Deutschen schauen trotz Corona optimistisch in die Zukunft
  • dpa

Studie: Ein Hund erhöht das Risiko, sich mit Corona anzustecken

Haben Hundebesitzer ein höheres Risiko sich mit dem Coronavirus zu infizieren? Ja, wenn man einer neuen Studie aus Spanien glauben darf. Warum die Gefahr für eine Ansteckung höher ist, können sich die Forscher aber selbst nicht vollständig erklären. (Teaserbild: mago images / Imaginechina-Tuchong)