Iiiiih... ist der etwa abgelaufen?! Wer kennt es nicht: Wer morgens nach dem Zähneputzen einen großen Schluck Orangensaft trinkt, dem verzieht es schnell mal das Gesicht. Aber warum schmeckt das fruchtige Getränk dann so ungenießbar?

Direkt nach dem Zähneputzen sollte man lieber keinen Orangensaft trinken, denn der schmeckt dann regelrecht abscheulich. Schuld daran ist aber nicht etwa das fruchtige Getränk selbst – sondern das in der Zahnpasta enthaltene Natriumlaurylsulfat.

Dabei handelt es sich um ein Molekül, das die Rezeptoren für den süßen Geschmack auf der Zunge lahmlegt. Doch nicht nur unterdrückt es den süßen Geschmack des Saftes – es verstärkt auch die Wahrnehmung der Bitterstoffe.

Die Reihenfolge deshalb einfach umzukehren und den Saft vor dem Zähneputzen zu trinken ist aber auch nur bedingt ratsam. Zwar bleibt der üble Geschmack im Mund aus, doch schädigt das unmittelbare Schrubben nach dem Genuss des sauren Getränks den Zahnschmelz.

Erst nach etwa einer halben Stunde hat der Körper genug Speichel gebildet, um die Säure wieder zu neutralisieren.