Sie bekamen den Friedensnobelpreis

Der von Alfred Nobel gestiftete Friedensnobelpreis ist der wichtigste internationale Friedenspreis. Die Auszeichnung wird jedes Jahr an seinem Todestag, den 10. Dezember, in Oslo verlieren. Das sind die Geehrten der letzten Jahre und die berühmtesten Preisträger der Geschichte.

Der Friedensnobelpreis 2017 geht an keine Person, sondern eine Organisation: die internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN). ICAN-Generalsekretärin Beatrice Fihn, ihr Mann Will Ramsay (r.) und Daniel Hogsta feiern die Ehrung.
Die Vergabe des Nobelpreises an eine Organisation ist nichts Neues. Zuletzt wurde im Jahr 2013 die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) mit dem Friedensnobelpreis geehrt.
Im Jahre 2012 ging der Friedensnobelpreis an die EU für "über sechs Jahrzehnte, die zur Entwicklung von Frieden und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa beitrugen".
Auch mehrere Personen können sich den Friedensnobelpreis teilen. 2014 wurden die Pakistanerin Malala Yousafzai und der Inder Kailash Satyarthi geehrt. Yousafzai ist mit 17 Jahren die jüngste bisherige Friedensnobelpreisträgerin.
2015 ging der Preis an ein Quartett, das "Quartet du dialogue national", eine Plattform, die einen "entscheidenden Beitrag zum Aufbau einer pluralistischen Demokratie in Tunesien infolge der Jasminrevolution des Jahres 2011" geleistet hat.
Im letzten Jahr ging der Friedensnobelpreis an den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos für seinen Friedensschluss mit der Guerillabewegung "Farc" und der Beendigung des über 50 Jahre andauernden Bürgerkrieges.
1993 erhielten Nelson Mandela und Frederik Willem de Klerk den Friedensnobelpreis "für ihren Beitrag zur Beendigung der Apartheid in Südafrika". Die Versöhnung des zutiefst gespaltenen Landes wäre ohne sie schwer vorstellbar gewesen.
Das Foto aus dem Jahr 1864 zeigt Henry Dunant, den Gründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Er erhielt 1901 zusammen mit Frédéric Passy, dem Gründer der "Französischen Gesellschaft der Friedensfreunde", den allerersten Friedensnobelpreis.
2001 wurden Kofi Annan und mit ihm die Vereinten Nationen "für ihren Einsatz für eine besser organisierte und friedlichere Welt" ausgezeichnet.
Für seine Ostpolitik der Aussöhnung wurde der ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt 1971 mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt.
Kaum im Amt erhielt der 44. Präsident der USA, Barack Obama, bereits den Friedensnobelpreis "für seine außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken".
Mutter Teresa wurde 1979 für die Gründung des Ordens "Missionarinnen der Nächstenliebe" mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Eine noch höhere Ehrung erhielt sie posthum seitens der Katholischen Kirche, indem sie heiliggesprochen wurde und seitdem als "Heilige Teresa von Kalkutta" verehrt wird.
1964 wurde Martin Luther King jr. für seine Bemühungen, die Rechte der afroamerikanischen Minderheit in den USA zu stärken, mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Am 4. April 1968 wurde er für seinen Kampf um Gleichberechtigung bei einem Attentat in Memphis erschossen.
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