"Wildlife Photographer of the Year" 2018

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Hier gibt es die Gewinner des "Wildlife Photographer of the Year"-Wettbewerbs 2018 zu bestaunen.

Die Berggorilla-Dame Kuhirwa kann nicht von den Überresten ihres verstorbenen Babys lassen. Das Bild des Spaniers Ricardo Núñez Montero gewann in der Kategorie "Verhalten von Säugetieren" beim diesjährigen "Wildlife Photographer of the Year"-Wettbewerb. Kuhirwas Baby starb vermutlich an Unterkühlung. Sie trug es noch wochenlang mit sich herum, bevor sie die Überreste letztendlich verzehrte.
Das Bild mit dem Titel "Blutrünstig" von Thomas P. Peschak gewann in der Kategorie "Verhalten von Vögeln". Zu sehen ist ein Fink auf den abgelegenen nördlichen Galapagos-Inseln, der aufgrund von Futterknappheit zum Vampir mutiert und das Blut eines Tölpels trinkt. Die Tölpel scheinen das Verhalten der Finken zu tolerieren - durch den Blutverlust entsteht ihnen kein bleibender Schaden.
Der junge Südafrikaner Skye Meaker schoss dieses Bild eines Leoparden und konnte die Jury damit überzeugen, ihn zum Gewinner der 15- bis 17-jährigen Fotografen zu küren. Der Leopard trägt den Namen Mathoja, was in der Sprache Bantu soviel bedeutet wie "der, der hinkend geht". Die Wildkatze aus einem Reservat in Botswana wurde bereits als Junges verletzt und kann seitdem nicht mehr richtig laufen.
"Der traurige Clown" von Joan de la Malla gewann in der Kategorie "Wildlife Photojournalism". Timbul, ein junger Langschwanzmakake muss für Straßenshows in Indonesien eine Maske tragen. Sein Besitzer trainiert ihm aufrechtes Stehen an. Sollte das den Affen aggressiv werden lassen, werden ihm die Zähne gezogen oder er würde einfach "entsorgt". Tierschutzorganisationen arbeiten daran, die Shows im ganzen Land verbieten zu lassen, nicht nur in einzelnen Städten.
Diese Baumhüpfer-Mutter beschützt ihre Nachkommen. Sie legt Eier an die Unterseite eines Nachtschatten-Blattes und beschützt ihre Brut bis alle erwachsen sind. Der Spanier Javier Aznar González de Rueda wurde mit dem "Wildlife Photographer Portfolio Award" ausgezeichnet - für dieses und fünf weitere Bilder, die zur Foto-Story gehören.
Ein heißer Sommertag im Westen Australiens und diese Schlamm-Dauber-Wespen rollen kleine Schlammkügelchen zusammen, mit denen sie ihr nahe gelegenes Nest erweitern. Georgina Steytler wurde für das Bild in der Kategorie "Verhalten von Wirbellosen" prämiert. Für die Aufnahme lag sie im Schlamm und es brauchte Hunderte von Versuchen, um den perfekten Moment für den Schnappschuss abzupassen.
Dieses Bild mit dem Titel "Nachtflug" des US-Amerikaners Michael Patrick O'Neill triumphierte in der Kategorie "Unterwasser". Weit vor der Küste Floridas gelang dem Fotografen das Kunststück die Schnelligkeit, die Bewegung und die Schönheit dieses fliegenden Fisches einzufangen. Fliegende Fische können vor Räubern aus dem Wasser fliehen und mehrere hundert Meter über der Wasseroberfläche bleiben.
"Das goldene Paar", fotografiert vom Niederländer Marsel van Oosten, besteht aus zwei stumpfnasigen Affen in den chinesischen Qinling-Bergen. Das Bild wurde zum "Grand Title Winner" in der Kategorie "Tierportraits". Die Affen beobachten eine Auseinandersetzung zwischen den Alphamännchen einer anderen Affengruppe. Für die perfekte Belichtung brauchte van Oosten viel Geduld, aber es hat sich gelohnt.
In der Kategorie "Urban Wildlife" dominieren nicht Farben sondern Schatten das Gewinner-Bild des Italieners Marco Colombo. Hier streunt keine Katze durch die Straßen eines Dorfs in den Apenninen, sondern ein Marsischer Braunbär. Von der stark gefährdeten Unterart existieren nur noch etwa 50 Exemplare.
Dem Mexikaner Alejandro Prieto gelang dieses Bild eines Jaguars, der nicht etwa dem Fotografen nachstellt, während dieser sich auf einen Baum flüchtet. Die Wildkatze schärft nur ihre Klauen an der Rinde des Baums und hinterlässt damit gleichzeitig eine Warnung, dass dies ihr Revier ist. In der Kategorie "Wildlife Photojournalist Award: Story" konnte das Bild die Jury überzeugen.
Dem Spanier Cristobal Serrano gelang dieses Foto einer Eisscholle mit dem Titel "Bett der Seehunde" und er gewann damit den Preis in der Kategorie "Tiere in ihrem Lebensraum". Am Rand der Antarktis gibt es im Spätsommer nicht mehr viel See-Eis für die Seehunde, um sich darauf auszuruhen. Das Bild entstand mithilfe einer Drohne.
Cristobal Serrano wurde sogar ein zweites Mal prämiert. Die Foto-Drohne, die er für seine Aufnahmen am Rande der Antarktis nutzte, ist ein sehr leises Modell, damit die Tiere sich nicht gestört fühlen. In der Kategorie "Creative Visions" überzeugte sein kontrastreiches Bild mit klaren Farben und geschwungenen Formen die Jury.
Von einem der jüngsten Teilnehmer am Wettbewerb stammt das Bild "Rohr-Eulen". Der indische Junge Arshdeep Singh setzte sich in der Kategorie "10 Jahre und jünger" gegen die Konkurrenz durch. Die beiden Baby-Eulen haben sich dem urbanen Leben in Indien gut angepasst, das Rohr scheint ihnen als Nest zu dienen.