Gerade im Winter hängen in vielen Gärten und Parks Meisenknödel an den Sträuchern, die Vögeln Nahrung geben. An Seeufern aber prangen ganzjährig "Füttern verboten"-Schilder. Warum das Füttern von Enten, Schwänen und Gänsen problematisch ist - zusätzliches Futter für Amseln, Meisen und Sperlinge aber nicht.

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In Gärten hängen sie, in Parks hängen sie, an Sträuchern neben Gehwegen: Futterknödel für Vögel. Bei einem Spaziergang durch die Stadt entgehen sie dem aufmerksamen Beobachter nicht. Führt der Weg ans Wasser - ob Teich, Fluss oder See - geben "Füttern verboten"-Schilder aber ein ebenso gewohntes Bild ab.

Was unterscheidet also das Füttern von Wasservögeln wie Enten und Schwänen von der Fütterung von Gartenvögeln wie Meisen und Amseln?

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Geeignetes Futter ist entscheidend

Nicht immer trägt gut gemeintes Füttern zum Wohle des Tieres bei. Es beginnt bei der Art des Futters: Während in Meisenknödeln speziell auf Gartenvögel abgestimmtes Futter enthalten ist - also beispielsweise Sonnenblumenkerne, Weizen- und Haferflocken - füttern Spaziergänger Wasservögel häufig mit altem Brot. Das schadet nicht nur ihrer Gesundheit, es greift auch ihren Lebensraum an.

Brot enthält zu viel Salz und quillt im Magen der Tiere auf. Außerdem sinken Brotreste auf den Grund des Gewässers, wo sie faulen und die Wasserqualität beeinträchtigen. Chemische Zersetzungsprozesse entziehen dem Wasser Sauerstoff - das schadet Fischen und anderen Wasserbewohnern, während das Algenwachstum angekurbelt wird. Das Füttern mit Brot kann somit dafür sorgen, dass ein Gewässer "umkippt".

Wasservögel finden genug Futter - Gartenvögel nicht unbedingt

Allerdings ist nicht nur falsches Futter ein Problem, auch die Art der Fütterung kann die Tiere gefährden. Ein Meisenknödel gewöhnt Gartenvögel nicht in dem Maße an Menschen, wie es die regelmäßige Handfütterung bei Enten und anderen Wasservögeln tut. Die natürliche Scheu der Tiere geht dadurch verloren - so werden sie häufiger Opfer von Hunden oder des Straßenverkehrs.

Außerdem finden sich während einer Fütterung viele Wasservögel in einem großen Pulk zusammen, wodurch die Gefahr steigt, dass sie sich gegenseitig mit Parasiten oder Krankheiten anstecken.

Die falsch verstandene Tierliebe ist bei Wasservögeln noch nicht einmal notwendig, denn sie finden eigentlich genug Futter - auch im Winter. Für Gartenvögel gestaltet sich die Futtersuche hingegen schwieriger. Die Zufütterung ergibt hier sogar im Sommer Sinn, nicht zuletzt da eine entscheidende Futterquelle der Vögel versiegt: Der massive Insektenschwund der letzten Jahrzehnte sorgt hier für Nahrungsmangel.

Wie richtig füttern?

Vor allem in Gärten und Parks ist das Einrichten von Futterstellen von Vorteil, allerdings gibt es auch hier ein paar Dinge zu beachten. Die Vögel sollten nicht im Futter sitzen können, denn sonst steigt die Wahrscheinlichkeit einer Verunreinigung durch Vogelkot.

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Freihängendes Futter schützt die Vögel auch, da Katzen und Marder diese kaum erreichen. Generell ist darauf zu achten, dass keine Verstecke für Katzen in der Nähe der Futterstelle liegen, Vögel sich aber trotzdem schnell in Deckung begeben können.

Bei einer Fütterung auf dem Balkon oder am Fensterbrett kann die Glasscheibe des Fensters zur Gefahr werden. Je näher sich das Futter an der Scheibe befindet, desto besser - denn Vögel sind bei Landung und Abflug aufmerksamer, und die Glasscheibe wird eher registriert. Unter einem Meter Entfernung zwischen Futter und Scheibe kommen kaum Unfälle vor. Die Gefahr steigt bei Entfernungen von fünf bis zehn Metern deutlich. Mehr als zehn Meter Abstand zwischen Futter und Scheibe gelten wiederum als sicher.

Futter muss für Tauben unerreichbar sein

Das Füttern von Tauben auf dem Balkon oder am Fenster ist meistens per Hausordnung verboten. Es gilt also sicherzustellen, dass Tauben das Vogelfutter nicht erreichen. Kleine Zugänge zu einem Vogelhäuschen helfen, aber auch Windräder und das Aufhängen von CDs schreckt Tauben ab. Grund dafür sind die davon ausgehenden unkontrollierten Bewegungen und Lichtreflexe.

Ätzender Taubenkot ist eine Gefahr für Gebäudefassaden wie für die Gesundheit. Die im Taubenkot enthaltenen Krankheitserreger übertragen sich auch durch die Luft auf Menschen. Generelle Taubenfütterungsverbote sind deshalb in Deutschland weit verbreitet.

Füttern als Zugang zur Natur

Das Verbot, Tauben zu füttern, liegt also vorwiegend im Schutz von Häusern und Menschen begründet, während Enten und andere Wasservögel um ihrer eigenen Gesundheit willen nicht gefüttert werden sollten.

Gartenvögeln zusätzliche Quellen bei der Nahrungssuche zu bieten, ist hingegen dem Tierwohl zuträglich und kann sogar dem Menschen von Nutzen sein: Wissenschaftlern zufolge bietet das Füttern von Gartenvögeln Menschen einen Zugang zur Natur, der Gelegenheiten bietet, mehr über die Ökologie des besiedelten Lebensraums zu erfahren. Diese häufigste Form der Interaktion zwischen Mensch und wilden Tieren fördere etwa die Verantwortung bei Kindern und könne ein Ansatz sein, Naturschutz zu thematisieren.

Verwendete Quellen:

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