Martin Rütter spricht sich klar gegen eine Vermenschlichung eines Hundes aus - geht dies viel zu weit, sei dies sogar Tierquälerei. Der Hundetrainer hat auch eine Vermutung, warum der Hund immer mehr zum Sozialpartner wird.

TV-Hundetrainer Martin Rütter warnt davor, Haustiere zu vermenschlichen - tut das aber selbst ab und an. "Ich habe meinem Hund abends auf der Couch auch schon meine Sorgen und Nöte des Tages erzählt", sagte der 47-Jährige der "Stuttgarter Zeitung".

Das dürfe aber nicht ausufern. "Solange der Hund in seiner geistigen und körperlichen Freiheit nicht eingeschränkt wird und nach seinen Bedürfnissen entspannt leben kann, ist alles okay."

Rütter: Hund wird immer mehr Sozialpartner

Gegen ein mit Diamanten besetztes Halsband etwa sei nichts zu sagen. "Gefährlich wird's, wenn der Hund zum Oktoberfest ins Dirndl gezwängt wird. Da hört der Spaß auf, das ist Tierquälerei."

Rütter hat auch einen Grund für die zunehmende Vermenschlichung ausgemacht - den Rückzug vieler Menschen aus der realen Welt ins Internet. "Sie pflegen Freundschaften sehr häufig virtuell. Durch diese Anonymisierung spielt der Hund eine immer größere Rolle: Er wird immer mehr Sozialpartner."  © dpa