Süßer Nachwuchs im Tiergarten Schönbrunn: Nach rund einem Jahr Tragzeit hat ein Vikunja-Weibchen in Wien ein Junges zur Welt gebracht. Vikunjas sind die kleinste Kamelart der Welt - und haben eine teure Besonderheit.

Passend zum Herbstwetter hat der jüngste Nachwuchs im Wiener Tiergarten Schönbrunn mit einem "flauschigen Wollpulli" das Licht der Welt erblickt.

Mitte September brachte das Vikunja-Weibchen Violet nach einer Tragzeit von rund einem Jahr ein Jungtier zur Welt.

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"Vikunjas sind in den südamerikanischen Anden in Höhen von bis zu 5.500 Metern heimisch. Ihr außerordentlich dichtes Fell schützt sie gegen die raue Witterung. Die zimtfarbene Wolle der Vikunjas ist besonders fein und gilt als die teuerste der Welt", erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Lino hält seine Mama auf Trab

Das Vikunja zählt zu den Neuweltkamelen. Mit einer Schulterhöhe von nur etwa einem Meter ist es die kleinste Kamelart der Welt.

Das Jungtier ist ein Männchen und heißt Lino. "Er hält Violet auf Trab. Für sie ist es der erste Nachwuchs und sie macht ihre Sache sehr gut", erzählt Schratter.

Die ersten vier bis sechs Monate wird das Jungtier gesäugt. Vikunjas zählten bis vor vier Jahrzehnten zu den am meisten bedrohten Tierarten Südamerikas. Wilderei brachte sie an den Rand der Ausrottung. Durch Schutzmaßnahmen konnte sich der Bestand erholen. Heute geht man von rund 350.000 Tieren im Freiland aus. (af)