Wo könnte das Krokodil, das angeblich in der Unstrut gesehen wurde, nur sein? Experten sind der Meinung, dass es mit der Strömung theoretisch bis nach Hamburg gelangen könnte. Es hätte demnach momentan relativ gute Überlebenschancen.

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Das Krokodil, das angeblich in der Unstrut in Sachsen-Anhalt gesehen wurde, ist laut Polizei weiterhin spurlos verschwunden. Aber: Es hätte aus Expertensicht momentan relativ gute Überlebenschancen - und könnte theoretisch mit der Strömung der Flüsse bis nach Hamburg gelangen.

"Wenn es denn tatsächlich ein echtes Krokodil wäre", sagte der promovierte Forscher Oliver Wings von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Montag.

Keine Hunde ins Wasser lassen

Krokodile seien wechselwarme Tiere, die sich Temperaturen von über 20 Grad ebenso wie dem einstelligen Bereich anpassen könnten. Nahrung fände es zum Beispiel mit Fischen oder Enten.

"Krokodile sind, obwohl sie eigentlich scheu dem Menschen gegenüber sind, gefährliche Tiere. Sie wirken langsam, können aber blitzschnell mehrere Meter aus dem Wasser rausspringen", sagte der Wissenschaftler. Deshalb gelte es unbedingt, die Anordnungen einzuhalten, und nicht im Fluss zu baden und keine Haustiere wie Hunde ins Wasser zu lassen.

"Denn es muss sich jeder Mensch dem kleinen Risiko bewusst sein, dass es wirklich wahr sein könnte, dass es ein echtes Krokodil ist", warnte der Wissenschaftler. (ff/dpa)

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