Flirten, Balzen, Lieben: So bunt, romantisch und wild geht es in der Tierwelt zu

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Wie auch bei uns Menschen zeigt jedes Tier ein anderes Paarungsverhalten. Doch wie flirten Pinguin, Löwe, Clownfisch und Co.?

Die Rotschnabeltokos, kleine Hornvögel aus Afrika, haben einen speziellen Test für potenzielle Partner: Bevor es zur Paarung kommt, muss das Männchen sein Weibchen füttern. Nur wenn es das gut macht, paart sich das Weibchen mit ihm.
Flamingos suchen bei der Paarung einen Partner, der sich möglichst synchron mit ihnen bewegt, um anschließend gemeinsam zu tanzen.
Zur Paarungszeit verströmen brünstige Eichhörnchen-Weibchen Sekrete, um Männchen im Umkreis von bis zu anderthalb Kilometern anzulocken. Erst nach etlichen Eroberungsversuchen toleriert das Weibchen den Anwärter in seinem Revier und lässt sich auf eine spielerische Verfolgungsjagd ein.
Bonobo-Männchen gehen nur in Begleitung ihrer Mama auf Brautschau. Und die mütterliche Unterstützung geht sogar noch weiter: Auch bei Kämpfen mit anderen Männchen um die attraktivste Bonobo-Frauen hilft Mama kräftig aus.
Der Pfau präsentiert dem Weibchen seinen zu einem Rad aufgestellten Schwanz. Es gilt: Wer die meisten und prächtigsten Augenflecken vorweisen kann, hat die größten Chancen. Später stößt das erfolgreiche Männchen auch noch einen Schrei aus - einen Begattungsruf.
Löwen treiben es mehr als wild: So paaren sie sich während der etwa fünf bis sieben rolligen Tage des Weibchens etwa 40-mal am Tag.
Papageien treffen in Sachen Beziehung nur einmal eine Entscheidung: Innerhalb eines einzigen Tages entscheiden sie sich für eine Beziehung, die bis zur Trennung durch den Tod nicht mehr beendet wird.
Bevor es zur Sache geht, tanzt das Seepferdchen-Paar viele Stunden lang einen verführerischen Tanz. Dabei schwimmen Männchen und Weibchen kunstvoll umeinander herum oder umschlingen sich.
Die Paarung der Weinbergschnecke findet nach einem mehrstündigen intensiven Vorspiel statt. Nach einem ersten Betasten mit den Fühlern werden die Unterseiten aneinandergelegt. Während der Paarung fungieren meist beide Tiere als Männchen und Weibchen und tauschen gegenseitig Samenzellen aus.
Blaufußtölpel sind Meeresvögel und etwa so groß wie Gänse. Charakteristisch sind ihre leuchtend blauen Füße, die die Männchen bei der Balz einsetzen, um ihre Auserwählte zu beeindrucken. Hierbei gilt: Je leuchtender die Füße, desto attraktiver das Männchen.
Braunbären sind polygam. Während der Paarungszeit von Mai bis Juli haben männliche Braunbären nur ein Ziel: möglichst viele Weibchen zu befruchten.
Haubentaucher kombinieren verschiedene Tanzelemente, die zu Balzzeremonien kombiniert werden. Das Bild etwa zeigt die sogenannte Geister- und Pinguin-Pose, die durch rasches Paddeln und steil aus dem Wasser aufgerichteten Körper beider Partner charakterisiert sind.
Murmeltier-Paare leben in einer großen Gruppe, Kolonie genannt. Das hält sie aber nicht davon ab, sich in trauter Zweisamkeit auch von ihrer verschmusten Seite zu zeigen.
Männliche Buckelwale zeigen sich in der Paarungszeit besonders romantisch: Um im weiten Ozean Weibchen anzulocken, singen sie Liebeslieder. Oft wiederholen die Männchen ihre Lieder stunden- oder sogar tagelang - so lange eben, bis sie endlich Erfolg haben.
Wird ein Clownfisch geschlechtsreif, ist er zunächst männlich. In jeder Gruppe ist das größte Tier immer das einzige Weibchen, gefolgt von einem "Harem" aus Männchen. Stirbt die Chefin, verwandelt sich das stärkste Männchen in ein Weibchen.
Auch unter Skorpionen ist der Balztanz ein klassisches Flirtritual. Zu Beginn greift das Männchen das auserwählte Weibchen an deren Scheren. Derartig verhakt bittet er sie zum Tanz.
Schwäne sind sehr treue Tiere. Paare, die sich einmal gefunden haben, bleiben ein Leben lang zusammen.
Verliebte Tauben treten turtelnd als Paar auf - der Begriff "Turteltauben" kommt eben nicht von ungefähr. Nicht selten kann man beobachten, wie sich Tauben zärtlich aneinanderkuscheln. Dabei gurren sie ausgiebig.
Marienkäfer sind unersättlich - bis zu 18 Stunden kann die Paarung dauern. Dabei wird auch gerne während des Fressens begattet.
Um die Känguru-Damen zu beeindrucken, färbt sich das Riesenkänguru-Männchens zur Paarungszeit das Fell. Die rote Färbung stammt von einem Sekret, das die Männchen durch eine Hautdrüse aussondern und dann mithilfe der Pfoten im Fell verteilen. Um das Weibchen für sich zu gewinnen, kitzelt das Männchen es zudem sanft am Schwanz.