Die extremsten Wetterrekorde der Erde

Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen stellen meteorologische Phänomene immer wieder neue Rekorde auf. Erfahren Sie in unserer Galerie die extremsten Wetterwerte, die je gemessen wurden.

Am kältesten, heißesten, trockensten oder feuchtesten: Unser Planet übertrifft sich immer wieder selbst mit neuen Wetterrekorden. Trotz modernster Technik ist der Mensch immer noch machtlos gegen die Gewalten von Mutter Natur. Wir zeigen Ihnen die extremsten Werte, die je gemessen wurden.
Deutschland gehört zwar nicht zu den Ländern mit den spektakulärsten Wetterrekorden, doch auch hier kann es ziemlich heiß werden: Der bisherige Rekord lag bei 40,3 Grad Celsius, gemessen am 5. Juli und am 7. August 2015 im fränkischen Kitzingen. Dieser Wert wurde in diesem Jahr mehrfach übertroffen. Den neuen nationalen Rekord hält die Stadt Lingen im Emsland. Hier stieg die Temperatur am 25. Juli 2019 auf 42,6 Grad Celsius.
Vergleicht man den deutschen Temperatur-Höchstwert mit dem weltweiten Rekord, erscheint dieser fast schon frostig. Laut der "World Meteorological Organization" lag die weltweit höchste Temperatur, die je gemessen wurde, am 10. Juli 1913 im kalifornischen Furnace Creek im Death Valley bei 56,7 Grad Celsius.
Das Death Valley stellte nicht nur den Rekord für den heißesten Tag aller Zeiten auf, sondern auch für den heißesten Monat an einem Ort. Die Durchschnittstemperatur im Death Valley im Juli 2018 lag bei 42,3 Grad Celsius. An vier aufeinanderfolgenden Tagen lagen die Höchstwerte sogar bei 52,7 Grad Celsius.
Auch hierzulande kann es frostig werden: Die niedrigste Temperatur, die je in Deutschland gemessen wurde, liegt bei minus 37,8 Grad Celsius. Diesen Tiefstwert erreichte der Stadtteil Hüll im oberbayerischen Wolnzach, mitten im größten Hopfenanbaugebiet der Welt, am 12. Februar im Jahr 1929.
Im Mount-Rainier-Nationalpark im Bundesstaat Washington in den USA kam es zum höchsten, jemals gemessenen Schneefall in einem Jahr: Ganze 31,1 Meter Neuschnee soll es zwischen dem 9. Februar 1971 und dem 18. Februar 1972 gegeben haben.
Die größte gemessene Schneeflocke fiel am 28. Januar 1887 in Fort Keough im US-Bundesstaat Montana vom Himmel. Ihr Durchmesser betrug 38 Zentimeter.
Wenn es hierzulande hagelt, entstehen mitunter Schäden an Hausdächern und Autos. In extremen Fällen kann Hagel lebensbedrohlich werden: Am 14. April 1986 forderten in Bangladesch jeweils bis zu ein Kilogramm schwere Hagelkörner angeblich über 90 Todesopfer.
Auch starker Regen kann unangenehm werden. Laut der "World Meteorological Organization" gab es den stärksten Regen, der je in einer Minute fiel, am 4. Juli 1956 in Unionville in den USA. 31,2 Millimeter fielen innerhalb von 60 Sekunden vom Himmel.
Besonders in den USA treten immer wieder zerstörerische Tornados auf, gleich mehrere Rekorde stammen von dort. Der breiteste Tornado zog am 31. Mai 2013 mit einer Breite von 4.184 Meter über El Reno in Oklahoma. Die größte Anzahl innerhalb von 24 Stunden wurde ebenfalls in den USA beobachtet: Am 27. April 2011 wurden 216 Tornados gezählt.
Einen traurigen Tornado-Rekord hält der Daulatpur-Saturia-Tornado in Bangladesch: 1.300 Menschen sollen dort am 26. April 1989 im Manikganj District beim tödlichsten Tornado der Welt umgekommen sein, über 12.000 Menschen wurden verletzt. Circa 80.000 Menschen verloren ihr Heim.
Am 30. August 2012 dauerte ein Blitz über der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur in Frankreich 7,74 Sekunden an. Er hält seitdem den Rekord als der langlebigste Blitz der Welt.
408 Kilometer pro Stunde - das ist die höchste jemals gemessene Geschwindigkeit einer horizontalen Windbö in Bodennähe. Gemessen wurde sie am 10. April 1996 während eines tropischen Zyklons auf der australischen Insel Barrow Island.