Die NASA hat ein ultraschnelles Passagierflugzeug in Auftrag gegeben. Damit rückt das Reisen in Überschallgeschwindigkeit 15 Jahre nach dem Concorde-Aus wieder in den Bereich des Möglichen. Das neue Flugzeug soll dabei keinen lauten Überschallknall erzeugen.

Von New York nach Paris in drei Stunden: Werden solche Reisezeiten bald wieder möglich? Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat einen neuen Überschalljet in Auftrag gegeben. Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin, der für die Nasa schon länger an einem Konzept dafür feilt, sei mit Entwurf, Bau und Test eines solchen Jets beauftragt worden, teilte die Raumfahrtbehörde am Dienstag in Washington mit.

Überschallgeschwindigkeit ohne lauten Knall

Bis Ende 2021 soll die Arbeit, für die der Rüstungskonzern 247,5 Millionen Dollar (etwa 200 Millionen Euro) erhält, abgeschlossen sein. Dann soll ein Prototyp des "X-plane" fertig sein, der in etwa 16 Kilometer Höhe mit rund 1.500 Kilometern pro Stunde fliegen kann - und dabei anstelle eines Überschallknalls nur einen Ton erzeugt, der so laut ist wie das Zuschlagen einer Autotür.

Sobald der Prototyp fertig ist, will die Nasa selbst weitere Tests durchführen und ab Mitte 2022 dann bei Flügen über ausgewählten Städten der USA weitere Daten sammeln.

Rund 15 Jahre nach dem Aus der legendären Concorde rückt somit eine mögliche Rückkehr des Überschallflugs wieder näher. Neben der Nasa und Lockheed Martin arbeiten derzeit auch andere Unternehmen an Überschalljets. (ada/dpa)

Bildergalerie starten

Die Giganten der Lüfte

Rekorde in der Luftfahrt sind von erstaunlich langer Dauer. Gerade bei der Größe triumphieren oft alte Modelle. Doch aktuell ist das Rennen wieder eröffnet. Wir zeigen die Rekordhalter der Fluggeschichte.