Eurotunnel und Co.: Diese Bauwerke sind wahre Weltwunder

Der Eurotunnel zählt zu den architektonischen Meisterwerken unserer Zeit. Er hat es sogar in die Liste der "Architektonischen Weltwunder der Moderne" geschafft. Sein Durchbruch zwischen Frankreich und Großbritannien jährt sich am 1. Dezember zum 30. Mal. Kennen Sie alle Weltwunder? © 1&1 Mail & Media/spot on news

Zu den Architektonischen Weltwundern der Moderne zählt der Eurotunnel, der unter dem Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien liegt. Er ist 50 Kilometer lang und damit der längste Unterwassertunnel der Welt.
Der CN Tower zählt ebenfalls zu den Architektonischen Weltwundern der Moderne. Der 553 Meter hohe Fernsehturm steht in Toronto, Kanada, und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Der Turm ist für Besucher öffentlich zugänglich.
Es geht in die Niederlande. Hier befinden sich die Deltawerke und die Zuiederwerke. Sie sind ein Schutzsystem gegen Hochwasser und Sturmfluten und wurden nach der Flutkatastrophe von 1953 erbaut. Bei dem Unglück kamen damals 1.835 Menschen und mehr als 200.000 Tiere ums Leben.
Der Schauplatz vieler Filme ist ein gigantisches architektonisches Meisterwerk: Das Empire State Building in New York. Der Wolkenkratzer reicht vom Boden bis zur Antennenspitze 443 Meter in die Höhe. Als er 1931 fertiggestellt wurde, galt es als höchstes Gebäude der Welt. 1972 musste das Empire State Building den Titel abgeben – an das World Trade Center.
Ebenfalls in den USA begeistert die Golden Gate Bridge mit ihrer einzigartigen Architektur. Die kupferrote Brücke bei San Francisco ist mehr als 2.700 Meter lang. Jeder kann über die Brücke fahren oder auch gehen.
Die rund 82 Kilometer lange Wasserstraße ist eines der Wahrzeichen des Landes: der Panamakanal. Er verbindet den Atlantik mit dem Pazifik. Der Kanal wurde 1914 eröffnet. Rund 14.000 Schiffe durchqueren den Panamakanal pro Jahr. Doch neben den Architektonischen Weltwundern der Moderne gibt es auch die "Sieben Weltwunder der Moderne" – und die "Sieben Weltwunder der Antike". Kennen Sie alle?
Die Pyramiden von Gizeh ragen in Ägypten in den Himmel. Die gigantischen Bauten sind nach wie vor ein beliebtes Reiseziel für Touristen. Zwar sind die Pyramiden, die etwa von 2.620 bis 2.500 v. Chr. erbaut wurden, das einzige noch erhaltene der sieben Weltwunder der Antike, jedoch fehlt ihnen heutzutage eine glänzende Kalksteinschicht, von der sie einst umgeben waren.
Die hängenden Gärten der Semiramis zu Babylon waren eine aufwendig errichtete Gartenanlage in Babylon im heutigen Irak. Über sie ist relativ wenig bekannt. Der Bau könnte etwa 775 v. Chr. gewesen sein. Der Garten, der sich auf mehreren herablaufenden Terrassen befand, soll ein spezielles Wassersystem gehabt haben, sodass das Wasser der Gärten nicht in das Gangsystem eindringen konnte. Manche Experten nehmen aber an, dass die sagenumwobenen Gärten nie existierten, da sie nicht genau lokalisiert werden können und stets unterschiedlich beschrieben wurden.
Der Koloss von Rhodos machte seinem Namen alle Ehre. Die riesige Statue auf der griechischen Insel Rhodos soll rund 35 Meter hoch, aus Bronze gewesen und für den Schutzpatron Helios errichtet worden sein. Sie wurde im Jahr 290 v. Chr. aufgestellt, doch schon 66 Jahre später stürzte sie nach einem Erdbeben – und blieb dort für rund 900 Jahre einfach liegen. Als die Araber in die Stadt eindrangen, zerlegten und schmolzen sie den Koloss von Rhodos.
Auch das Grabmal von König Mausolos zählt zu den Weltwundern der Antike. Der König, der in der heutigen Türkei, damals Griechenland, lebte, ließ sich ein ganz besonderes Grab bauen: eine riesige Prunkstätte mit gehauenen Steinböcken und einer Höhe von 49 Metern. Diese Grabstätte wurde jedoch erst durch Alexander den Großen im Jahr 334 v. Chr. fertiggestellt. Alles, was von dem prachtvollen Bau heute übrig ist, ist eine etwa acht Meter tiefe Grabkammer, zu sehen in der Touristenmetropole Bodrum.
Die Zeusstatue von Phidias ist nach ihrem Künstler benannt. Er erschuf die fast 13 Meter hohe Statue des Gottes Zeus 432 v. Chr. Die Statue bestand aus Zypressen und Edelholz und war von Elfenbein und purem Gold bedeckt. Sie stand im Tempel Olympia, wurde jedoch bei einem Brand zerstört.
Ein weiteres Weltwunder der Antike stand in der Türkei: der Artemis-Tempel. Die Bauzeit soll rund 120 Jahre betragen haben. Schließlich wurde das Bauwerk in Ephesos 440 v. Chr. fertiggestellt. Der Tempel war der olympischen Gottheit Artemis gewidmet. Doch auch dieses Weltwunder fiel einem Brand zum Opfer.
Der Leuchtturm von Alexandria soll laut Überlieferungen der erste Leuchtturm überhaupt gewesen sein. Er stand auf der kleinen Insel Pharos und soll bis zu 160 Meter hoch gewesen sein. Er wurde etwa von 299 bis 279 v. Chr. erbaut. Zusätzlich zu seinem Nutzen spielte auch die Optik eine Rolle: Der Leuchtturm wurde mit zahlreichen Götterstatuen versehen.
Die neuen sieben Weltwunder sind absolute Touristen-Hot-Spots. Zu ihnen zählt unter anderem die Ruinenstätte Chichén Itzá. Die Maya-Ruinen liegen auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Das bekannteste Bauwerk von Chichén Itzá ist eine stufenweise Pyramide. Zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert war das Weltwunder das Dorf eines Maya-Stammes.
In 2.430 Metern Höhe thront der Machu Picchu. Nicht nur die riesigen Berge ringsherum sind beeindruckend, sondern vor allem die gigantische Stätte. Damals lebten hier die Inka, die Ruinen ihrer Häuser sind noch gut erhalten. Besonderes Highlight für Touristen: In der Ruinenstadt in Peru, die 1450 erbaut wurde, laufen Alpakas umher.
Die chinesische Mauer ist stolze 21.196 Kilometer lang. Sie zieht sich quer durch China. Damals wollte man mithilfe der gigantischen Mauer nomadische Reitervölker aus dem Norden des chinesischen Kaiserreichs am Eindringen hindern. Der Bau startet bereits im 7. Jahrhundert v. Chr., weshalb einige Teile der Mauer mittlerweile in sehr schlechtem Zustand sind. Einige sind jedoch noch gut erhalten und können begangen werden.
Sie ist das Wahrzeichen von Rio de Janeiro: Die Statue Cristo Redentor (zu Deutsch: "Der Erlöser") ragt auf dem Berg Corcovado über der brasilianischen Stadt in den Himmel. Die weiße Christusfigur mit den ausgebreiteten Armen ist 30 Meter hoch und steht zusätzlich auf einem acht Meter hohen Sockel. Sie wurde 1931 gebaut.
Das Kolosseum ist eine der Hauptattraktionen in der italienischen Hauptstadt Rom. Dabei handelt es sich um ein riesiges Amphitheater, das zwischen 72 und 80 n. Chr. gebaut wurde. Damals fanden im Kolosseum blutige Kämpfe zur Belustigung des Publikums statt. Besucher können das Kolosseum heute auch von innen besichtigen.
Den Taj Mahal in Indien ließ der Großmogul Shah Jahan für seine große Liebe Mumtaz Mahal erbauen, die 1631 starb. Das weiße Gebäude ist 57 Meter lang und rund 68 Meter hoch. Es steht am Stadtrand der indischen Stadt Agra. Die weiße Farbe verdankt es den Marmorplatten, mit denen es sowohl innen als auch außen errichtet wurde.
Auch die Felsenstadt Petra zählt zu den sieben Weltwundern der Moderne. Sie ist eine Ruinenstätte im heutigen Jordanien. Vor rund 2.000 Jahren lebten dort die Nabatäer und errichteten im Sandsteingebirge zahlreiche Höhlenwohnungen, Paläste oder Gräber. Heute sind noch rund 800 Relikte erhalten.