Wie glücklich sind die Deutschen? Diese Frage versucht der alljährliche Glücksatlas zu beantworten. Nun wurden die aktuellen Ergebnisse veröffentlicht.

Die Lebenszufriedenheit in Deutschland bleibt der jährlichen Analyse für den sogenannten Glücksatlas zufolge hoch. Auf einer Skala von 0 bis 10 erreichte sie 2017 einen Punktwert von 7,07, heißt es in der repräsentativen Studie im Auftrag der Deutschen Post, die am Dienstag in München vorgestellt wurde.

Im vergangenen Jahr lag die Zufriedenheitsquote noch bei 7,11. Den leichten Rückgang werten die Forscher aber als statistische Unsicherheit bei gleichbleibend positiver Tendenz.

Osten Deutschlands holt weiter auf

Dabei holt der Osten Deutschlands bei der Lebenszufriedenheit weiter auf. Analysen zufolge erreichen die ostdeutschen Regionen auf einer Skala von 0 bis 10 einen Punktwert von 6,89.

2004 hatte der Zufriedenheitswert, den auch ein sozioökonomisches Panel misst, erst bei rund 6,3 Punkten gelegen.

"Die Lebensverhältnisse haben sich noch nicht angeglichen, aber es ist viel passiert", kommentierte Mitautor Bernd Raffelhüschen, Ökonom an der Universität Freiburg, diese Entwicklung. Das spüre die Bevölkerung. "Das Bild vom Frustpotenzial im Osten, das nach der Bundestagswahl gemalt wurde, scheint so nicht zu stimmen."

Dennoch liegt Ostdeutschland im Ranking weiter hinten

Dennoch stehen alle ostdeutschen Regionen weiter am Ende des Bundesländer-Rankings im Glücksatlas. Am zufriedensten sind dabei noch die Thüringer (6,97), dicht gefolgt von Berlinern (6,94) und Sachsen (6,92). Mecklenburg-Vorpommern schiebt sich im Vergleich zu 2016 vom letzten auf den drittletzten Platz (6,89) vor. Dafür rutscht Brandenburg auf den vorletzten (6,86) und Sachsen-Anhalt auf den hintersten Rang ab (6,83). An der Spitze stehen Schleswig-Holstein (7,43) sowie Hamburg und die Region Baden (beide 7,28).

Bei der jährlichen Studie, die zum siebten Mal in Folge erhoben wurde, geht es bei den Befragungen um eine Langzeitbewertung des eigenen Lebens sowie um Wünsche, Ziele, Erwartungen und Einstellungen. Mitautor Bernd Raffelhüschen sieht den Grund für die hohe Zufriedenheit in einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung mit weniger Arbeitslosigkeit und Lohnzuwächsen.  © dpa

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