Der 1. Mai wird auch als "Tag der Arbeit" oder Maifeiertag bezeichnet und ist in Deutschland, Österreich, Belgien und vielen anderen Staaten ein gesetzlicher Feiertag. Die Hintergründe des 1. Mais sind blutig.

Der "Tag der Arbeit" am 1. Mai wird seit mehr als 130 Jahren von der internationalen Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung begangen. Anfang 1886 rief die nordamerikanische Arbeiterbewegung zum Generalstreik am 1. Mai auf. Der Acht-Stunden-Tag sollte durchgesetzt werden.

Sie wählten den 1. Mai, da dieser Tag traditionell als "Moving day" bezeichnet wird. Er galt allgemeinhin als Stichtag für den Wechsel von Arbeitsplatz und Wohnung.

Gedenken an die "Haymarket Affair"

Am 1. Mai 1886 traten zahlreiche Beschäftigte und Betriebe in den Streik, der mehrere Tage anhielt. Zwei Tage später gab es die ersten gewalttätigen Auseinandersetzungen. Demonstranten und die Polizei gingen aufeinander los, es gab Verletzte und sogar Tote.

Schilderungen Humboldts lassen einem das Blut in dern Adern gefrieren.

Am Tag darauf eskalierte die Gewalt: Die Polizei stürmte eine friedliche Streik-Kundgebung am Haymarket in Chicago, woraufhin ein Unbekannter eine Bombe war.

Sie tötete mehrere Polizisten und verletzte viele Demonstranten. Dieser Tag ging als die "Haymarket Affair" in die Geschichte ein.

Im Jahr 1889 rief ein Internationaler Arbeiterkongress in Paris dazu auf, jährlich am 1. Mai einen "Kampftag der Arbeiterklasse" zu feiern. Der Tag sollte an die Opfer der "Haymarket Affair" erinnern.

Am 1. Mai 1890 gab es auch in Deutschland erstmals Massendemonstrationen. Auch hier wurde der Acht-Stunden-Tag gefordert.

Aber erst die Nationalsozialisten erklärten den 1. Mai 1933 zum gesetzlichen Kampf- und Feiertag. Adolf Hitler hatte an dem Tag auf dem Tempelhofer Feld eine Ansprache vor Hunderttausenden von Menschen gehalten. Die Nationalsozialisten planten einen Tag später die gewaltsame Entmachtung der Gewerkschaften.

Bis heute ist der 1. Mai ein Feiertag und erinnert an die blutige "Haymarket Affair".

(ff)