Blutiger Tyrann, ausgefuchster Winzling, gehörnter Ehemann: Über den französischen Herrscher Napoleon Bonaparte lässt sich vieles sagen. Doch was hat es mit dem selbstgekrönten Kaiser auf sich, der nach einer ruhmvollen Karriere im Exil verendete?

"Ein Thron ist nur ein mit Samt überzogenes Stück Holz", soll Napoleon einst gesagt haben. Dennoch ließ er es sich nicht nehmen, überall wo möglich das Zepter zu ergreifen. Bonaparte nutzte geschickt den Gedanken der Revolution, machte ihn sich zu eigenen und verstand es, seine Ansichten schließlich gut in Szene zu setzen.

Bei der Kaiserkrönung 1804 ernannte er sich nach römischem Vorbild selbst zum "Imperator" – ein Amt, das er sich selbst ausgedacht hatte. Dank allen Tricks der Propaganda schaffte es Napoleon, einen Mythos um sich selbst zu erschaffen.

Größenwahnsinniger Meister der modernen Kriegskunst

Durch einen Staatsstreich und mit Hilfe seiner Frau Joséphine war er in Frankreich an die Macht gekommen und kompensierte die Angst, gestürzt zu werden, mit erfolgreichen Kriegen und Schlachten. Letztendlich sollte ihm sein Plan, ganz Europa unter einer Flagge zu vereinen, den Niedergang bringen: Die anderen europäischen Großmächte schlossen sich zusammen, um Napoleons Herrschaft ein Ende zu bereiten.

Was kaum jemand weiß: Obwohl es zu seiner Zeit bereits Erfindungen wie das U-Boot oder auch Sprengstoffraketen gab, verzichtete Bonaparte auf deren Einsatz.

Ein Gesetzbuch ganz ohne Schweinereien

Der "Code civil" oder auch "Code Napoleon", den Napoleon 1804 einführte, ist ein Gesetzeswerk, das in Frankreich in großen Teilen noch heute gültig ist. Neben einem komplexen Rechtswesen definierte er darin auch einige Grundgedanken der Revolution.

An einer Stelle des bürgerlichen Grundrechts ist übrigens vermerkt, dass es in Frankreich hoch offiziell untersagt ist, ein Schwein "Napoleon" zu nennen.

Großer Ruhm – kleiner Mann?

Der "Napoleon"-Komplex ist eine psychologische Störung von Männern, die aufgrund ihres kleinen Körperwuchses dazu neigen, ihr Leben komplett auf Statussymbolen und anderen Erfolgen aufzubauen.

Während es sich bei Nicolas Sarkozy oder auch Dominique Strauss-Kahn tatsächlich um kleine Männer mit großer Macht handelt, wird Napoleon seine unmännliche Größe zu Unrecht nachgesagt. Der Mythos, Bonaparte sei ein Winzling gewesen, beruht tatsächlich auf einem Missverständnis zwischen den Franzosen und ihren damaligen Feinden, den Briten.

Denn die Maßeinheiten der beiden Länder sind zwar Fuß, aber dennoch unterschiedlich lang. Dadurch wurde der in Wahrheit zirka 1,68 Meter große Kaiser historisch fahrlässig auf 1,52 Meter verkleinert. Das wäre – anders als die Originalgröße Napoleons – selbst für das Frankreich des 18. Jahrhunderts ein Witz gewesen.

Napoleons Frauen und das Liebes-Chaos

Frankreichs Herrscher war kein Kind von Traurigkeit. Ihm werden zahlreiche Affären nachgesagt, unter anderem mit Désirée Clary. Über diese Beziehung schrieb Napoleon sogar einen Liebesroman namens "Clisson und Eugénie".

Seine Liebe zu Frauen sowie die zu gefühlsduseligen Aufschrieben brachten dem Feldherren während seiner Ehe Hohn und Spott ein: Nachdem Bonaparte von einer Affäre seiner Frau Joséphine erfahren hatte, beklagte er seinen Herzschmerz in einem Brief an seinen Bruder.

Dieser wurde blöderweise von den Briten abgefangen und umgehend in einer Zeitung veröffentlicht. Napoleons zweite Ehe verlief zwar etwas besser und brachte ihm sogar einen Erben – eben dieser, Napoleon Francis Joseph Charles, versagte allerdings dabei, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Er regierte Frankreich zwar, allerdings nur für knapp zwei Wochen im Jahr 1814.

Jahrhunderte lang gibt Napoleons Tod Rätsel auf

Zeit seines Lebens hatte Napoleon auf eine Autopsie nach seinem Ableben bestanden. Man solle seinen Körper öffnen, dann werde man die ganze Wahrheit erfahren. Diese Aussage schürte über Jahrhunderte hinweg die Theorie, dass der Feldherr ermordet wurde.

Er soll mit Arsen vergiftet worden sein, doch dies konnte mittlerweile von mehreren Forschungsteams durch die Untersuchung unterschiedlicher Haarproben widerlegt werden.

Tatsächlich starb Napoleon Bonaparte an Magenkrebs – nicht familienbedingt, sondern durch eine bakterielle Infektion. Eine Rückkehr aus dem Exil war ihm aufgrund des Fortschritts der Krankheit nicht mehr möglich.

Napoleons bestes Stück – niemand will es haben

Es ist einer der skurrilsten Diebstähle der Geschichte: Bei Napoleons Autopsie 1821 schnitt der durchführende Arzt dem toten Herrscher seinen Penis ab und gab ihn einem Priester aus Korsika, Bonapartes Geburtsstätte.

Der Doktor soll verärgert darüber gewesen sein, dass er nicht im Testament des Franzosen berücksichtigt wurde – und schickte das, worüber französische Damen heimlich gekichert haben sollen, auf Reisen. Allerdings hatte man das gute Stück nicht konserviert.

Über die Jahre schrumpfte Napoleons ganz eigenes Zepter zu einem kleinen, langen schrumpeligen Stück Leder zusammen. 1916 sollte der Penis versteigert werden, die Auktion wurde mangels Interessenten aber zurückgezogen.

Ab 1927 zeigte New York den Penis als Teil einer Ausstellung, der von seinem damaligen Besitzer sonst nur auf privaten Partys vorgeführt wurde. 1977 kaufte schließlich ein Urologe aus New Jersey Napoleons Glied für nur 3.000 Dollar und verstaute es in einer Kiste unter seinem Bett.

Erst nach dem Tod des Käufers, 30 Jahre später, wurde der Penis wiedergefunden und schließlich für 100.000 Dollar versteigert.

OIn Actionfilmen sind sie die großen Highlights, kein Western kommt ohne aus: Schießereien. Doch wie realistisch sind minutenlange Schusswechsel? Und welche "coolen" Szenen mit heißem Eisen sind fieser Fake? Wir gehen den Tricks von Hollywood und seinen schießwütigen Ballermännern mal auf den Grund.