Kriegsschauplätze in London, Berlin und Brüssel früher und heute

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Die Spuren der beiden Weltkriege in Europa wurden beinahe vollkommen von der Erde getilgt, meistens erinnern nur noch Fotos an die zerstörten Städte und Schauplätze. Die folgenden Collagen verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart.

Am Southend Pier in England wissen die Einwohner wahrscheinlich längst nicht mehr, dass vor über 100 Jahren im Jahr 1914 deutsche Gefangene dort während des Ersten Weltkriegs von Soldaten eskortiert wurden.
Die Les Halles am Grote Markt in Belgien mussten im Ersten Weltkrieg einiges einstecken. Im Jahr 1915 wurde das Gebäude beinahe vollkommen durch Bomben zerstört.
Auf dem Horse Guards Parade in London inspizierten im November 1915 britische Soldaten ein erbeutetes, deutsches Flugzeug.
Der Royal Pavilion in Brighton (Großbritannien) wurde im Jahr 1915 während des Ersten Weltkriegs als Krankenstation für indische Soldaten der britischen Armee genutzt. Heute bestaunen Touristen das Bauwerk.
Verwundete Soldaten spielten im Jahr 1916 vor dem Blenheim Palace in Großbritannien Football.
Die Schlacht an der Somme war eines der blutigsten Gefechte im Ersten Weltkrieg. Im Oktober 1916 maschierten britische Truppen von Becordel nach Fricourt in Frankreich.
Im November 1916 war die Straße außerhalb von Flers in Frankreich überschwemmt. Die Pferde steckten knietief im Schlamm.
Australische Soldaten standen am 23. Juni 1917 vor einem Haus in der New Broad Street in London, wo zu dem Zeitpunkt noch die Australische Bank untergebracht war.
Alliierte Truppen und Panzer zogen an der Westfront des Ersten Weltkriegs im Jahr 1917 durch die Gemeinde Aveluy im Département Somme. Wo heute Wohnhäuser stehen, waren vor 100 Jahren nur noch Ruinen.
Diesen Anblick eines Panzers in London im November 1917 kennen viele Einwohner heute nicht mehr, früher war dieses Bild alltäglich.
Verwundete Soldaten und Kadetten stehen im Mai 1918 an der Albert Hall in London.
In den letzten Tagen des Ersten Weltkriegs marschierten serbische Soldaten am 9. November 1918 durch London.
Diese Aufnahme der Tower Bridge in London zeigt den ersten Angriff der deutschen Luftwaffe auf Großbritannien am 7. September 1940. Die Surrey Commercial Docks an der Themse standen in Flammen.
Eine deutsche Bombe riss am 14. September 1940 einen tiefen Krater in den Asphalt und zerstörte Geländer außerhalb des Buckingham Palace.
Auch die Umgebung des Bahnhofs St. Pancras in London glich am 19. September 1940 einem Trümmerhaufen.
Ein Polizist und ein Soldat inspizieren am 19. September 1940 die Schäden in der Portman Street in London nach einem erneuten Angriff.
Die Deutschen ließen 57 Nächte lang ohne Pause Bomben auf die Stadt regnen. Die Angriffe sorgten dafür, dass im Jahr 1940 die Straßen mit riesigen Löchern versehen waren. Im Hintergrund ist die Kirche St. Mary le Strand zu sehen.
An jeder Ecke loderten Feuer, so wie im Jahr 1941 am Holborn Circus. Die Bombardierung durch die deutsche Luftwaffe dauerte insgesamt acht Monate an.
Am 10. Mai 1941 startete die deutsche Luftwaffe ihren letzten großen Angriff auf London, der auch als "The Longest Night" (dt. die längste Nacht) bekannt ist. Über 20.000 Menschen wurden getötet. Sogar Westminster Abbey fiel den Bomben teilweise zum Opfer.
Der Leicester Square in London ist einer der bekanntesten Plätze der Stadt. Am 3. Mai 1941 wagten sich vermutlich kaum Besucher auf den Schutthaufen.