Forscher haben neue Einzelheiten zur frühen Kindheit des späteren Diktators Adolf Hitler (1889-1945) entdeckt. Danach hat Hitler als Dreijähriger den Tod seines an einem Wasserkopf leidenden Bruders Otto miterlebt.

Neue Beweise: Genitale Missbildung des "Führers" wird erst jetzt bekannt.

"Inwieweit das Auswirkungen auf das spätere Verhalten Hitlers gegenüber Menschen mit Beeinträchtigungen hatte, ist eine der offenen Fragen", sagte der Vorsitzende des Vereins für Zeitgeschichte Braunau, Florian Kotanko, am Montag.

Die "Oberösterreichischen Nachrichten" wollen an diesem Dienstag ausführlich über den Fall berichten. Kotanko hatte die neuen Details im Archiv der Pfarrei von Braunau, der Heimat der Eltern von Hitler, sowie in den Chroniken der Braunauer Wochenzeitung "Neue Warte am Inn" gefunden.

Adolf Hitler: Wie war die Beziehung zur Mutter

Die gängige Meinung: Adolf Hitler - doch das stimmt nicht.

Bisher waren die Historiker davon ausgegangen, dass Hitler als Viertgeborener der Familie aufgewachsen ist und den Tod seiner älteren Geschwister Gustav, Ida und Otto nicht erlebt hat. Seine Mutter Klara habe Adolf Hitler nach bisheriger Darstellung daher ihre ungeteilte Liebe geschenkt, so Kotanko. Diese Lesart der Mutter-Kind-Beziehung müsse nun überdacht werden.

Die veränderte Geschwisterfolge lege den Schluss nahe, dass zumindest in der Schwangerschaft und in den sieben Lebenstagen (17.6.1892-23.6.1892) die Liebe der Mutter auch Otto gegolten habe, sagte Kotanko weiter.  © dpa