Glühwürmchen sind eigentlich harmlose Insekten, die im Sommer schön in der Dämmerung funkeln. Es gibt jedoch eine bestimmte Art, vor der man sich in Acht nehmen sollte.

Wer die Waitomo Höhle in Neuseeland betritt und an die Decke schaut, sieht ein Meer aus funkelnden Sternen. Was wie Himmelskörper aussieht, sind jedoch tausende kleine Glühwürmchen. Die Arachnocampa luminosa, auch glühende Spinnenwürmer genannt, sind schön anzusehen.

Genau wie ihre Artgenossen fangen sie an zu glühen, während sie ein Protein verarbeiten, das Licht aussendet. Normale Glühwürmchen nutzen diesen Glanz, um potenzielle Fortpflanzungspartner anzulocken. Die Spinnenwürmer hingegen jagen damit.

Und dafür haben sie sich eine ziemlich fiese Masche angeeignet. Zuerst muss man wissen, dass viele Insekten sich an den Sternen orientieren, um zu navigieren. Motten zum Beispiel halten ihren Körper immer in einem bestimmten Winkel zu einem Stern, um eine gerade Linie fliegen zu können.

Glühwürmchen geben sich als Sterne aus

"Diese Strategie funktioniert einwandfrei, solange der Mond und die Sterne tatsächlich echt sind", erklärt Dave Merrit, ein Biologe an der Universität von Queensland, Australien, dem Magazin "KQED". Ist die Lichtquelle zu nahe, fliegen die Insekten allerdings direkt hinein.

Und so jagen diese Glühwürmchen ihre Beute. Ihre Anordnung ist für andere Insekten ähnlich den Sternen und so fliegen sie direkt hinein. Die Spinnenwürmer produzieren wie ihre Namensvetter lange klebrige Fäden, in denen sich die Beute verfängt.

Sie holen ihre Beute an den Fäden nahe zu sich und fressen diese dann. Dafür benutzen sie ihre Zähne, die scharf genug sind, um das Exoskelett anderer Insekten zu durchdringen.

Die Fähigkeit zu Leuchten hat viele Aufgaben in der Natur - zum Anlocken von Beute wird sie allerdings selten benutzt. Die Spinnenwürmer gibt es nur in Neuseeland. In Tasmanien und an der Ostküste von Australien leben verwandte Arten.