Ob Papaya, Kumquat, Maracuja oder Granatapfel – exotisches Obst stellt viele Menschen oft vor ein Rätsel, wenn es darum geht, wie es gegessen wird. Manchmal am Stück, manchmal geschält und manchmal entkernt – hier erfahren Sie, wie es richtig geht.

Wie esse ich eine Mango?

Mit diesen Tipps holen Sie ihre Eier unversehrt aus dem Topf.

Dieses Obst stammt aus dem tropischen Regenwald und war ursprünglich in Indien, Myanmar und auf Borneo zu Hause. Mittlerweile wird die Frucht aber in vielen Teilen der Welt angebaut und erfreut sich großer Beliebtheit.

Sie hat einen großen, flachen Kern und eine glatte, weiche Schale, die entweder grün, rot oder gelb ist – manchmal leuchtet sie auch in allen drei Farben gleichzeitig. Die Mango duftet süßlich und ist reif, wenn sie leicht weich ist.

Das stellt uns beim Schälen vor eine Herausforderung, denn eine reife Mango kann leicht zerdrückt werden. Deshalb die Mango am besten der Länge nach mit einem scharfen Messer links und rechts vom Kern durchschneiden.

Am Mittelstück, das noch den Kern enthält, einfach die restliche Schale entfernen und das Fruchtfleisch in Stücke schneiden. Bei den beiden äußeren Scheiben das Fruchtfleisch mit einem Schnitt bis zur Schale einmal der Länge und einmal der Breite nach einritzen – die Schale sollte dabei aber nicht beschädigt werden.

Nun die Mangostücke nach außen drücken, sodass sich das Fruchtfleisch von der Schale löst. Was noch an der Schale hängen bleibt, einfach mit dem Messer entfernen.

Wie esse ich Kumquats?

Diese kleinen Früchtchen stammen ursprünglich aus Asien, werden heute aber auch in Afrika, in Amerika und in sehr warmen Regionen Südeuropas angebaut. Sie sind birnen- oder eiförmig, dunkelorange und werden etwa fünf Zentimeter groß.

Diese süßen Zitrusfrüchte werden auch Zwergorangen oder Zwergpomeranzen genannt. Je nachdem wie groß ein Kumquat-Baum ist, kann er im Jahr mehrere hundert oder sogar mehrere tausend Früchte tragen.

Der Verzehr von Kumquats ist ganz einfach: Sie werden roh, mit Schale und mit Kernen gegessen. Also einfach mit einem Happs in den Mund. Kumquats haben einen leicht bitter-süßlichen Geschmack.

Werden sie vor dem Verzehr noch etwas in der Hand gerollt, verbreiten sich die ätherischen Öle aus der Schale und die Frucht ist weniger bitter. Wenn es Kumquats bei uns zu kaufen gibt, sind sie bereits reif und verzehrfertig.

Wie esse ich eine Maracuja?

Wir haben das Schlank-Programm aus dem Fernsehen ausprobiert.

Die Maracuja, auch Passionsfrucht genannt, stammt ursprünglich aus Brasilien, Paraguay und Argentinien. Mittlerweile wird sie aber weltweit in subtropischen und tropischen Regionen kultiviert.

Viele Sorten werden lediglich für die Herstellung von Maracujasaft verwendet, weil sie sich aufgrund ihres hohen Säuregehaltes nicht für den Rohverzehr eignen. Die bei uns angebotenen Früchte können jedoch bedenkenlos gegessen werden.

Die Maracuja ist eiförmig bis rund und hat eine sehr feste Schale. Ist diese leicht runzlig, können die Früchte noch nachreifen und werden süßer. Sonst kann die Maracuja mitunter auch noch sehr sauer sein. Geschmacklich ist sie jederzeit sehr intensiv.

Zum Verzehr wird die Maracuja einfach in der Mitte aufgeschnitten und mitsamt der Kerne, die vom sehr saftigen und geleeartigen Fruchtfleisch umgeben sind ausgelöffelt. Die Schale kann nicht mitgegessen werden.

Wie esse ich eine Avocado?

Die Avocado stammt von der Art der Lorbeergewächse ab und wächst an einem bis zu 15 Meter hohen Baum. Auch wenn sie gerne dem Gemüse zugeordnet wird, gehört sie aus botanischer Sicht zum Obst.

Ursprünglich kommt die Avocado aus Mexico, wächst mittlerweile aber in vielen hunderten Kultursorten fast überall in den Tropen sowie unter anderem in Kalifornien, Chile, Neuseeland und Südspanien angebaut.

Das Fruchtfleisch gilt als sehr nahrhaft und gesund. Die Avocado hat mit Abstand den höchsten Fettgehalt sämtlicher Obst- und Gemüsesorten. Aufgrund des langen Transportweges kommt sie oftmals noch unreif und hart in den Handel.

Sobald die Schale bei Druck leicht nachgibt, ist die Avocado nachgereift und verzehrfertig. Bei einer reifen Avocado ist das Fleisch gelb bis grün und von der Konsistenz weich und fast cremig. Gegessen wird sie roh, ohne Schale und ohne Kern.

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Zum Verzehr die Avocado längs am Kern entlang aufschneiden. Um den glitschigen Kern leichter entfernen zu können, einfach mit einem scharfen Messer auf den Kern schlagen und diesen so lösen. Danach kann das Fruchtfleisch aus der Schale herausgelöffelt werden.

Meist wird sie zu einer Guacamole verarbeitet. Eine Avocado-Creme, die mit Salz, Pfeffer und Limetten- oder Zitronensaft zubereitet wird. Aber auch als Topping auf Salaten oder in Smoothies ist die Frucht sehr beliebt.

Wie esse ich eine Kaki?

Sie wird auch chinesische Pflaume genannt und gilt als die Tafelfrucht der japanischen Kaiser. Die Kaki wird in China, Japan und Korea seit über 2.000 Jahren genutzt und gehört zu den ältesten Kulturpflanzen.

Die Haupterntezeit der Kaki in Ostasien fällt in die Monate Oktober und November – kurioserweise tragen die Bäume dann schon keine Blätter mehr.

Die Kaki ist rund, hat eine glatte und dünne Schale und ist gelb bis rot. Kommt sie bei uns in Deutschland an, ist sie meist noch unreif. Der Reifeprozess kann beschleunigt werden, indem man die Frucht zwischen ein paar Äpfel legt. Je reifer die Kaki, desto dunkler ist die Schale und desto weicher ist das Fruchtfleisch.

Vor dem Verzehr die Blätter entfernen. Ist die Schale nicht zu fest, kann diese mitgegessen werden. Die Kerne der Frucht werden allerdings nicht mitgegessen. Wer möchte, der kann die Kaki aber auch ganz einfach wie eine Kiwi aus der Schale löffeln.

Wie esse ich eine Papaya?

Heute wird sie weltweit in tropischen und subtropischen Regionen angebaut, eigentlich kommt die Papaya aber aus Mexico. Wenn sie bei uns im Handel landet, hat sie meist ein Gewicht von etwa einem halben Kilo – dabei kann eine einzelne Papaya noch viel größer und schwerer werden. Ein Gewicht von bis zu sechs Kilo ist durchaus möglich.

Ist die Papaya reif, so hat sie eine gelblich-grüne Schale. Innen ist das Fruchtfleisch hellorange bis rosa mit schwarzen Kernen in der Mitte. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Frucht nicht komplett grün ist.

Weist sie rote oder gelbliche Streifen oder Flecken auf, kann sie noch vollständig nachreifen. Gibt das Fleisch auf Druck etwas nach, so hat die Papaya bereits einen gewissen Reifegrad erreicht.

Diese Frucht kann sowohl reif als auch unreif verzehrt werden. Ist die Papaya noch etwas unreif, wird sie oft wie Gemüse für Chutneys, Salsas und Currys verwendet. In Thailand gilt ein Salat aus unreifer Papaya als Spezialität.

Je weicher die Frucht ist, desto süßer wird ihr Geschmack. Normalerweise wird sie ohne Schale und Kerne gegessen, jedoch kann beides problemlos mitverzehrt werden. Die Frucht kann entweder ausgelöffelt oder wie eine Melone in Stücke geschnitten werden.

Wie esse ich Litschis?

Außen hart und rau und innen glitschig – diese kleinen, meist rosaroten Früchte sind sehr beliebt. Ursprünglich kommt die Litschi, auch Lychee geschrieben, aus China, wird heute aber in etlichen subtropischen Klimazonen kultiviert.

Sie sollten nicht lange aufbewahrt werden, da sie bei Zimmertemperatur schnell verderben. Werden sie gekühlt, sind sie etwas länger haltbar. Gibt die Frucht auf Druck nach ohne dass sie sich zusammendrücken lässt, ist sie perfekt für den Verzehr.

Gibt der Inhalt nach und es tritt Flüssigkeit auf, so hat die Litschi ihren Reifegrad bereits überschritten. Die süßlich schmeckenden Früchte haben ein weißes, glasiges Fleisch. Schale und Kern eignen sich nicht zum Verzehr.

Um sie zu schälen, entfernt man am besten zuerst den Strunk mithilfe eines Messers. Danach die raue und harte Schale einfach mit den Fingern entfernen und das Fruchtfleisch vom Kern lösen.

Wie esse ich einen Granatapfel?

Der Granatapfel wird auch Speise der Götter genannt. Ursprünglich soll der Granatapfel aus dem westlichen und mittleren Asien stammen, er wird aber heute in vielen Regionen angebaut.

Verzehrt werden beim Granatapfel die Kerne ohne Schale und ohne Fruchtfleisch, denn das schmeckt sehr bitter.

Vorsicht beim Schälen: Weil der Saft der Granatapfelkerne sehr farbecht ist, lassen sich Flecken nur sehr schwer bis gar nicht entfernen.

Um den Granatapfel ohne große Sauerei zu essen, einfach mit einem Messer das obere Ende des Granatapfels entfernen. Dann mit der Messerspitze die Schale des Granatapfels Stück für Stück längs leicht einschneiden. Anschließend die Frucht leicht auseinanderdrücken, damit sie sich öffnet und die Kerne vorsichtig in eine Schüssel ablösen.