Im Sommer hat das Wandern Hochsaison – und damit steigt auch die Gefahr von Kuh-Attacken. Immer wieder kommt es sogar zu tödlichen Unfällen, besonders betroffen sind Freizeitsportler mit Hunden. In Tirol ist jetzt eine Diskussion um ein Hundeverbot entbrannt.

Beim Zusammentreffen zwischen Wanderern und Tieren auf der Alm ist Vorsicht geboten. Erst am Montag ist eine Deutsche, die mit ihrem Mann und einem Hund in der Steiermark unterwegs war, schwer verletzt worden. Leider kommt es auch immer wieder zu tödlichen Unfällen.

Hunde sind auf Almen erlaubt und müssen auch nicht an der Leine geführt werden. Das könnte sich jetzt ändern, eine Diskussion um ein Hundeverbot ist entflammt.

Kommt Verbot auf den Almen?

"Der Hund ist für eine Kuh wie ein Wolf und wird damit als absolut tödliche Bedrohung für ihr Baby empfunden", erklärt die Obfrau der Tierschutzorganisation Pfotenhilfe Johanna Stadler gegenüber den "Oberösterreichischen Nachrichten". In einigen Regionen wird über ein Verbot von Hunden auf der Alm diskutiert, um Unfälle zu vermeiden. In Tirol gibt es Pläne, dass man für Wanderer mit Hunden nur noch "gelenkte" Wege freigibt. Das Thema wird derzeit sehr unterschiedlich gehandhabt, in Kärnten sind keine Hundeverbotszonen angedacht.

Land Tirol warnt mit Comic-Video vor Kuh-Attacken.

Land Tirol warnt mit Comic-Video vor Kuh-Attacken. © YouTube

Die Tiroler Landwirtschaftskammer setzt vorerst auf Präventivmaßnahmen und will Wanderer mit einem Video besser informieren. So sollen kritische Situationen und mögliche Todesfälle verhindert werden.(rs)