Australien wird derzeit von verheerenden Waldbränden, brütender Hitze und extremen Regenfällen heimgesucht. Nun warnen Experten vor einer weiteren Gefahr: Die Bedingungen für eine Ausbreitung der gefährlichen Trichternetzspinne seien ideal.

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Die Sydney-Trichternetzspinne, die in der Gegend um die namensgebende Metropole im Bundesstaat New South Wales beheimatet ist, hat derzeit Saison. Mit dem feuchten Wetter und den hohen Temperaturen herrschten derzeit zudem ideale Bedingungen für eine Ausbreitung der gefürchteten Webspinne, sagt der Sprecher des Reptilienparks in Somersby, Daniel Rumsey, in einem am Dienstag bei Facebook veröffentlichen Video.

Trichternetzspinnen: Tödliche Gefahr

"Trichternetzspinnen gehören möglicherweise zu den gefährlichsten Spinnen der Erde, wenn sie Menschen beißen", sagt Rumsey. Auch wenn es seit den 1980er-Jahren keine Todesfälle mehr gegeben habe, müsse die Gefahr, die von den Spinnen Atrax robustus ausgehe, sehr ernst genommen werden, warnt er weiter. Jedes Jahr würden rund 30 bis 40 Menschen von den Tieren gebissen.

Mindestens 27 Menschen sind den Bränden in Australien inzwischen zum Opfer gefallen - am Samstag wurde die traurige Liste wieder um einen Namen länger. Selbst beim bisher so uneinsichtigen Premier Scott Morrison scheint nun ein Sinneswandel vonstatten zu gehen.

Dass seit Jahrzehnten kein Mensch mehr am Biss der Sydney-Trichternetzspinne gestorben ist, ist laut Rumsey dem im Reptilienpark hergestellten Gegengift zu verdanken. Damit das so bleibt, ruft er in dem Video die Anwohner der Gegend auf, männliche Trichternetzspinnen einzufangen und im Park abzugeben.

Das Gift der 2,5 Zentimeter kleinen männlichen Tiere ist bis zu sechsmal stärker als das der Weibchen, die bis zu vier Zentimeter groß werden können. Aus dem Gift der Spinnen könne das Gegengift hergestellt werden. (jwo/dpa)

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