Passagiere schlafen auf besonders langen Flügen gerne einmal ein paar Stunden in ihren Sitzen ein. Doch auch die Piloten und die Kabinenbesatzung brauchen zwischendurch eine Schlafpause. Aber wo ruhen sie sich eigentlich aus?

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Es ist kein Wunder, dass die meisten Passagiere auf Langstreckenflügen irgendwann die Augen zu machen. Zehn Stunden oder noch länger in einer Position zu sitzen ohne viel Bewegung kann ziemlich anstrengend werden. Doch auch die Piloten und die Kabinenbesatzung legen sich zwischendurch hin.

Im Cockpit schlafen sie allerdings nicht. An Bord großer Flugzeuge gibt es kleine Räume, in die sich die Besatzungsmitglieder zurückziehen können. Im Fachjargon heißen sie "crew rests", erklärt Markus Wahl, Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit.

Für die Cockpit-Crew und für die übrige Besatzung gibt es solche Ruheräume, die getrennt voneinander liegen.

Urlaub ist toll, na klar, doch gerade lange Flugreisen sind oft alles andere als erholsam. Doch zum Glück gibt es kleine Helfer, die das Fliegen erträglich machen.

Drei Piloten teilen sich die Arbeit auf

Die Piloten schlafen entweder in einem Raum direkt hinter dem Cockpit oder vorne über den Passagierkabinen. Eine Leiter führt zu dem Schlafplatz, wo sich zwei Pritschen befinden. Die Decke ist so niedrig, dass man dort in der Regel nur gebückt stehen kann.

Allerdings schlafen die Piloten auch nicht bei jedem Flug. Das ist je nach Fluggesellschaft unterschiedlich geregelt.

"Meist ist das bei Flügen ab zehn Stunden aufwärts so", sagt Wahl. In diesem Fall fliegen drei Piloten mit. Zwei von ihnen müssen immer im Cockpit anwesend sein, während der Dritte sich ausruht. Sie wechseln sich zwischendurch mit dem Schlafen ab.

Ein Beispiel: Ein Flug, der offiziell elf Stunden dauert, fliegt effektiv neun Stunden. Jeweils eine Stunde muss für Start und Landung von der tatsächlichen Flugzeit abgezogen werden. Die drei Piloten teilen sich die neun Stunden untereinander auf, sodass jeder jeweils drei Stunden ruhen kann.

"Tiefer Schlaf kommt da nicht zustande", sagt Wahl. Er spricht aus eigener Erfahrung. Man höre letztlich doch alles.

Räume wie in einer Jugendherberge

Die Ruheräume der Kabinenbesatzung liegen woanders. Je nach Flugzeugmodell sind sie entweder ganz hinten, in der Mitte über der Kabine oder sogar unten im Frachtraum.

In den Räumen sieht es wie in einer Jugendherberge aus. Dort stehen Doppelstockbetten für sechs bis zehn Personen. (ff/dpa)

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